Sprengel Hildesheim-Göttingen / Landessuperintendent

Bild: Klosterkirche Amelungsborn - seit 5. Februar 2016 mit neuem Turm.

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„Musik ist eine schöne Gabe Gottes“

Kirchenchor St. Georg in Bad Salzdetfurth feiert sein
100-jähriges Jubiläum in einem feierlichen Gottesdienst

Bad Salzdetfurth. Vor 100 Jahren hat Pastor Heinrich Haase den Kirchenchor St. Georg gegründet und geleitet. Seitdem begleiten die Bad Salzdetfurther Sängerinnen und Sänger die Gottesdienste durch das Kirchenjahr. Jetzt hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Salzdetfurth das Jubiläum ihres Kirchenchores in einem festlichen Gottesdienst unter der Leitung von Pastor Klaus Daniel Serke und Chorleiterin Eva Tiecke gefeiert. Der Gottesdienst zum Jubiläum war Chorleiterin Eva Tiecke wichtig: „Ein Kirchenchor gehört in den Gottesdienst – gerade auch die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen“, sagte sie lächelnd nach dem Konzert.

Im Frühjahr hat Dirigentin Tiecke mit den Vorarbeiten zum großen Jubiläum begonnen. Ein Tipp brachte die Bad Salzdetfurtherin auf einen eher unbekannten Komponisten aus dem 19. Jahrhundert: Johann Joseph Abert. Zudem startete sie einen Aufruf für einen Projektchor, dem zirka 22 Sangesfreudige folgten. Seit dem Sommer probten über 40 Sängerinnen und Sänger des Projekt- und Kirchenchores intensiv für das Jubiläum. Eva Tiecke hofft, dass viele von den Neuen dabei bleiben und den „Altchor“ weiterhin unterstützen.

Die große Zahl von Sängerinnen und Sängern war auch eine logistische Herausforderung, die die Chorleiterin souverän gelöst hat. Der Chor sang von der Empore, so entstand eine ganz besondere musikalische Atmosphäre. Die Kirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt, die Vorbereitung hatte sich also gelohnt. Sowohl die MusikerInnen als auch GottesdienstbesucherInnen waren begeistert von der harmonischen Messe, die von Annette Broll an Orgel und Piano begleitet wurde. Am Ende war die Resonanz durchweg positiv und die Sängerinnen und Sänger wurden mit anhaltendem Applaus belohnt.

Unter die Gottesdienstbesucher hatte sich auch Wolfgang Hahn gesellt. Der Vorsitzende der Johann-Joseph-Abert-Gesellschaft war ebenfalls angetan vom stimmungsvollen Gottesdienst mit Kompositionen von Johann Joseph Abert und appellierte an Eva Tiecke, etwas Ähnliches zu wiederholen.

„Mitten im I. Weltkrieg – 1917 – hat Pastor Heinrich Haase den Kirchenchor St. Georg gegründet“, berichtete Pastor Serke in seiner Predigt. Einigen sei damals sicher nicht zum Singen zumute gewesen. Und trotzdem fanden sich Gemeindeglieder, die dabei sein wollten. Schon Martin Luther habe gesagt, dass die „Musika eine der schönsten Gaben Gottes“ sei, zitierte Pastor Serke. Sie vertreibe den Teufel und mache den Menschen fröhlich.

Während der Zeit des Nationalsozialismus trat dann das Singen in den Hintergrund, trotzdem probten mutige Bad Salzdetfurther heimlich weiter. Eva Tiecke ist inzwischen die 28. Chorleiterin. Vor eineinhalb Jahren übernahm sie den Dirigentenstab von ihrem verstorbenen Mann. Gerhard Tiecke hatte den Chor über 20 Jahre geleitet. In dieser Zeit hatte seine Frau die Stimmbildung der Sängerinnen und Sänger übernommen oder Chorproben vertretungsweise geleitet.

Am Ende des Jubiläumsgottesdienstes ehrte der Chor seine treuen aktiven Mitglieder. Gertraud Boeckler, Margot Gaus, Eva Tiecke, Gisela Scharringhausen, Klaus Daniel Serke, Wilhelm Gaus, Hannerieke Serke, Marga Mävers, Gudrun Lins, Regina Gal, Volker und Susi Lins bekamen jeweils eine Ehrung für 50, 40, 35, 30, 20 und zehn Jahre aktives Singen im Chor.  Manuela Konrad-Nöhren





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Bild: Konrad-Nöhren

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„Die Menschen haben mich reich beschenkt“

Pastor Cord Muckelberg wird nach 17 Jahren Krankenhausseelsorge in der Ameos-Klinik verabschiedet

Hildesheim.  Mitten im stressigen Klinikalltag gibt es die Seelsorge, Menschen, die Zeit haben zum Zuhören und Trösten. Pastor Cord Muckelberg gehört zu ihnen. 17 Jahre lang hat er als Krankenhausseelsorger in der Ameos-Klinik in Hildesheim gearbeitet. Am Donnerstag, dem 26. Oktober, wird er um 12 Uhr mit einem öffentlichen Gottesdienst von Superintendent Peisert im Sozialzentrum der Klinik verabschiedet. Mit 63 Jahren hat er sich aus gesundheitlichen Gründen für den Ruhestand entschieden, aber leicht fällt der Abschied nicht.

Dabei hatte Cord Muckelberg gar nicht an eine psychiatrische Klinik gedacht, als er sich für die Krankenhausseelsorge bewarb. Aber er hat es probiert, und war bald begeistert. Zuvor hatte Cord Muckelberg 15 Jahre als Gemeindepastor in den Kirchenkreisen Leer und Walsrode gearbeitet.

 „Den Umzug nach Hildesheim haben meine Frau und ich nie bereut.“ Sicherlich, leicht sei es nicht, wenn täglich die Menschen ihre Not und ihr Leid, ihren Frust und ihre Enttäuschung bei ihm abladen. Und trotzdem: „Ich liebe diese Arbeit“, sagt Cord Muckelberg. Deshalb sei er auch gerne so lange am gleichen Arbeitsplatz geblieben. Er sei tief beeindruckt von den Menschen, die sich nicht aufgeben, sondern in der Klinik Hilfe suchen, die eine Krise auch als Chance auf einen neuen Anfang auffassen. „Ich war für die Menschen da, aber in Wirklichkeit haben die auch mich oft reich beschenkt“, meint der Pastor.

Um die Patienten begleiten und auffangen zu können, brauchte er auch selbst Unterstützung und Ausgleich. Die fand er bei seiner Frau und den vier Kindern, im Sport, beim Hören von Jazzplatten und Besuch von Konzerten, außerdem in Meditation und Gebet: „Der Glaube hilft mir da sehr.“ Aber auch eine regelmäßige Supervision sei notwendig, um diese Arbeit professionell tun zu können.

Oft hat er mit Patienten zu tun, die eine Alkohol- oder Drogenentgiftung vornehmen, und sich dann mit den Problemen und Erkrankungen konfrontiert sehen, die sie in die Sucht geführt haben. Auch in der forensischen Abteilung für Menschen, die aufgrund einer seelischen Erkrankung straffällig geworden sind, wird der Seelsorger gebraucht – der also im Prinzip Täter und Opfer gleichermaßen kennenlernt. Das sei eine besondere Herausforderung, sagt der Pastor.

Anfangs, erinnert sich Cord Muckelberg, habe er im Umgang mit den Patienten auch Fehler gemacht. Doch Ärzte und Therapeuten hätten ihn gut „gecoacht“, ihm die Krankheitsbilder und die Arbeitsabläufe in der Klinik erläutert. Die Zusammenarbeit sei immer sehr gut gewesen. In Gesprächen bittet er auch gelegentlich die Klinikgäste um Erlaubnis, das Erfahrene im Stationsteam zu besprechen. Ohne Zustimmung tut er das aber nicht. Alle Verschwiegenheitspflicht muss aber enden, wenn es um Eigen- oder Fremdgefährdung geht.

Die Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen sei hier langfristiger und intensiver als in allgemeinen Krankenhäusern, sagt der Pastor. Im Schnitt 20 bis 25 Tage bleiben die Menschen in der Klinik, und manche kommen auch danach noch zum Gottesdienst am Sonntag oder zu Einzelgesprächen. Einige fragen ihn sogar um Rat, ob es vielleicht Zeit sei, sich wieder einweisen zu lassen. Inzwischen hat Cord Muckelberg genug Erfahrung gewonnen, sich solchen Fragen gewachsen zu fühlen.

Neben Patienten nehmen auch die Mitarbeitenden gern die Möglichkeit zum vertraulichen Gespräch mit einem Seelsorger in Anspruch. Das Personal in der Klinik sei sehr knapp bemessen, Stress und Belastung im Alltag der Einzelnen oft sehr hoch, weiß Cord Muckelberg.

Wer sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin wird, steht noch nicht fest. Ganz ohne Seelsorge bleibt die Klinik aber nicht, denn neben Cord Muckelberg, seit 2013 nur noch mit halber Planstelle, sind dort auch Pastorin Christine Aden-Loest und der langjährige katholische Kollege, Pastoralreferent Andreas Metge, weiterhin mit Teilstellen im Einsatz.

Pastor Muckelberg war neben der Klinikseelsorge auch in der Seelsorge-Ausbildung der Landeskirche und als Supervisor tätig. Diese Aufgaben wird er auch nach seiner Verabschiedung weiter fortführen. Sonst allerdings ist erst einmal eine große Pause von pastoraler Arbeit vorgesehen, um sich mal nicht um andere zu kümmern, um zu erfahren: „Wer bin ich eigentlich, wenn ich nur ich bin?“ Eines kann er aber jetzt schon sagen: „Ich bin Gott sehr dankbar für mein Leben.“ Wiebke Barth





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Bild: Barth

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Mehr Ruhe für die Welt von morgen

Die 14-jährige Clara Gockel gewinnt den Redewettbewerb „Sprich-Worte“ im Literaturhaus St. Jakobi

Hildesheim. Eine Gesellschaft, die die Idee von Geschlecht aufgegeben hat, mehr Gemeinschaft, mehr Ruhe – und die Schuhstraße als Einbahnstraße. Diese und andere Visionen für die Welt von morgen präsentierten die FinalistInnen des Redewettbewerbs „Sprich Worte!“ am Freitagabend im Literaturhaus St. Jakobi.

Auf die Beine gestellt haben das Projekt der Intendant des Literaturhauses, Dirk Brall, und Peter Noß-Kolbe, der evangelische Schulbeauftragte in der Region. Er führt als Moderator durch den Abend. Ausgehend von Luthers Ausspruch „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders“, haben die Initiatoren anlässlich des Reformationsjubiläums SchülerInnen ab der neunten Klasse dazu aufgerufen, in etwa fünfminütigen Reden zu formulieren, wofür sie selbst stehen. In was für einer Welt möchten sie leben? Was ist ihnen in ihrer Stadt wichtig?

Aus 68 eingereichten Beiträgen wurden die sieben stärksten ausgewählt und im Finale vor einem begeisterten Publikum präsentiert – und vor der Jury, bestehend aus Superintendent Mirko Peisert, TfN-Chefdramaturgin Astrid Reibstein, Literaturhaus-Projektmanagerin Sarah Patzak und Universitätsprofessor Dr. Christian Schärf, an diesem Abend krankheitsbedibgt vertreten durch seinen Kollegen Dr. Volker Wortmann.

Mit Leidenschaft legen die SchülerInnen zwischen 13 und 27 Jahren vor 150 ZuhörerInnen ihre Gedanken dar. Die Themen sind vielfältig, reichen von konkreten Verbesserungsvorschlägen bis hin zu philosophischen Denkanstößen. „Wir sind dafür, dass in der Schule das Fach „Lebenskunde“ eingeführt wird“, erklären Alina Schulz (14), Hannah Götze (16) und Johanna Fänger (14) vom Josephinum und liefern Argumente für mehr Praxis im Schulunterricht.

Inspiration für eine umweltfreundlichere Verkehrspolitik in Hildesheim gibt die 13-jährige Lenya Kitter-Ohlms, die in ihrem gemeinsam mit Svenja Meyer (14) verfassten Beitrag die Umwandlung der Schuhstraße in eine Einbahnstraße und eine autofreie Innenstadt fordert.

Doch die Jugendlichen denken auch über Hildesheim und den Schulkosmos hinaus: So ruft Luc Wömpner (19) von der Friedrich-List-Schule zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung auf. Johanna Lies (18) vom Andreanum schildert in einer sehr persönlichen Rede, warum „Gemeinschaft“ das wichtigste für sie ist. Und Fanny Sommerfeld tritt ausdrucksstark für mehr „Selbstverständlichkeit“ in der Gleichberechtigung der Frau ein. Mit ihrem engagierten Vortrag sichert die 16-Jährige sich den dritten Platz und fährt damit für ihre Klasse am Andreanum ein Preisgeld von 500 Euro ein. Den zweiten Platz und damit 750 Euro ergattert Inga Obersheimer (27) von der Elisabeth-von-Rantzau-Schule mit ihrem rasanten netzkritischen Beitrag „#freiheitgefiltert“.

Für die stärkste Rede des Abends sorgt die 14-jährige Clara Gockel. Die Schülerin vom Andreanum plädiert eindringlich für eine gesellschaftliche Entschleunigung. „Einfach mal dasitzen und nichts tun. Darf ich das?“, fragt sie – und kann sich schließlich über den ersten, mit 1000 Euro dotierten Platz freuen. Ihre Rede sei „einfach rund“ gewesen, erklärt Sarah Patzak. Überzeugt hätten die lebensnahen Beispiele und vor allem, dass „das was gedacht wurde, auch auf der Bühne gelebt wurde“. Das Publikum klatscht begeistert.

Zum Schluss geht an diesem Abend aber niemand mit leeren Händen nach Hause. Auch die vier Viertplatzierten erhalten je 200 Euro für die Klassenkasse. Und TfN-Chefdramaturgin Astrid Reibstein freut sich: „Wir können hoffnungsfroh in die Zukunft blicken. Denn wir haben in diesem Wettbewerb gesehen, dass es viele tolle junge Menschen gibt, die sich mit Verve für eine Sache einsetzen.“ Unterdessen zeichnet sich ab, dass „Sprich-Worte“ Nachfolger finden wird. Mehrere Kirchenkreise haben bereits angefragt, ob sie das Format kopieren können. Janina Martens

Bild:

Zum Abschluss durfte Gewinnerin Clara Gockel, umgeben von Jurymitgliedern und den anderen TeilnehmerInnen des Finales ihre Rede über die Entschleunigung des Alltags noch einmal halten. 

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Bild: Janina Martens

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Lektoren und Lektorinnen gestalten Gottesdienste zwischen Leine und Solling

Ehrenamtliche predigen im Reformationsjahr

Am Sonntag, 22. Oktober, werden sich auf fast allen Kanzeln des Kirchenkreises Leine-Solling Ehrenamtliche zu Wort melden. Der gemeinsame Lektorensonntag in Kirchenkreis Leine-Solling wurde im Rahmen des Festjahres "500 Jahre Reformation" verabredet. Im Kirchenkreis Leine-Solling gestalten 49 Lektorinnen und Lektoren regelmäßig Gottesdienste in den rund 100 Kirchen und Kapellen. Außerdem sind 10 Prädikantinnen und Prädikanten zusätzlich ausgebildet. Sie kommen aus verschiedenen Berufen und Ausbildungen und bringen eine eigene Sichtweise in die Predigt ein. Mit ihrer Arbeit gewährleisten sie außerdem, dass Gottesdienste in den Gemeinden auch dann stattfinden können, wenn kein ordinierter Theologe zur Verfügung steht. In jedem Kirchenjahr gibt es in der Regel einen Lektorensonntag.

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Neue Häuser für 50 Menschen mit Spendengeldern aus Deutschland

Pastor Werner Hinz hat in Peru mit 27 000 Euro Hilfe leisten können

Hildesheim.  Pastor Werner Hinz ist schon seit einigen Wochen aus Peru zurück, doch die Erinnerungen an die Menschen dort, ihr Leid und Elend, aber auch ihre Zuversichtlichkeit und Dankbarkeit und die unermüdliche Zuwendung der HelferInnen sind noch so lebendig, dass er übersprudelt von Geschichten und Erfahrungen. Sechs Monate hat der Pastor die Christusgemeinde in Lima als Interimspfarrer betreut. Sollte eigentlich nur dafür sorgen, dass alles weiterläuft, bis das neue Pastorenpaar den Dienst antreten würde. Doch die Aufgaben in der Gemeinde rückten in den Hintergrund, als Schlammlawinen und Überschwemmungen in der Stadt und den Bergdörfern Häuser und Ackerflächen zerstörten und die Trinkwasserversorgung zusammenbrach.

Gemeinsam mit der katholischen Gemeinde und den örtlichen Pfadfindern leisteten Pastor Hinz und die Christusgemeinde erste Unterstützung mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten. Ein paar Süßigkeiten und Kuscheltiere für die Kinder hätten die Helfer auch dabei gehabt, erzählt er: „Aber die Kinder fragten nach einem Kochtopf oder einer Matratze. Da ging es ums Überleben.“

Der Pastor schickte einen Notruf an Freunde und Bekannte in Deutschland und bat um Spenden. Gemeinsam mit der Entwicklungsgesellschaft Diaconia fand die Gemeinde dann in der Region Huarmey ein überschaubares Gebiet, wo gezielte und nachhaltige Unterstützung mit den Spendengeldern möglich war. Das Flüsschen in der Schlucht war über die Ufer getreten, hatte sich in einen Strom verwandelt, die kleinen Weiler überschwemmt und die Häuser zerstört.

Pastor Hinz hat mit seiner Familie unter anderem zehn Jahre lang in Venezuela gelebt und auch schon in Mexiko gearbeitet. Ein paar Grundregeln der Hilfe habe er inzwischen gelernt, so der Pastor. Nicht die Leute zu sich zu holen, sondern die Hilfe zu ihnen zu bringen. Sich auf das Lebensnotwendige, vor allem Trinkwasser, zu konzentrieren. Und nicht mit staatlichen Stellen zusammen zu arbeiten: „Die Korruption zieht sich in Peru durch das ganze Land.“ Und gerade der reichen Führungsschicht sei das Schicksal der armen Bauern weitgehend gleichgültig. Umso mehr hätten diese Menschen die Hilfe von Fremden zu schätzen gewusst: „Der Dank war allgegenwärtig. Und irgendwie beschämend.“

Insgesamt 27 000 Euro seien aus Deutschland gekommen, so der Pastor, unter anderem aus der Hildesheimer Matthäusgemeinde, wo er zwölf Jahre bis zu seinem Ruhestand Pastor war. Um den Spendern zu danken, will er dort am Donnerstag, 19. Oktober, um 19 Uhr von seiner ehrenamtlichen Arbeit in Lima berichten.

Da jeder Euro direkt der Hilfe vor Ort zugutekommt, reicht das Spendengeld, um Material für acht neue Häuser zu finanzieren, die zurzeit aus Lehmziegeln im Eigenbau errichtet werden. Menschenwürdige Unterkünfte für rund 50 Frauen, Männer und Kinder, die bis zur Fertigstellung in behelfsmäßigen Verschlägen hausen müssen. „Können wir damit die Welt retten? Nein“, weiß Pastor Hinz, „aber das darf keine Ausrede dafür sein, gar nichts zu tun.“  Wiebke Barth





Bild: Hinz

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Northeim: Großer Reformator in Miniformat

Ausstellung mit Szenen aus dem Leben Martin Luthers in St. Sixti eröffnet

Das Luther-Jahr neigt sich dem Ende entgegen und wir haben das Gefühl, inzwischen doch alles gesehen zu haben, was mit der Reformation und dem Reformator zu tun hat. Grundsätzlich stimmt das. Dennoch hat in der Northeimer St.-Sixti-Kirche jetzt eine Ausstellung eröffnet, die noch einmal völlig neue Eindrücke bietet. Sie umfasst mehr als 24 Szenen aus dem Leben Martin Luthers, erzählt von mehr als 200 handgefertigten Figuren. Das ist auch nach mehr als 95 Veranstaltungen zu 95 Thesen noch absolut sehenswert.

„Die Luther-Story“ heißt sie und wurde gestaltet von Renate Milerski, die das zunächst einmal eigentlich gar nicht wollte. „Seit mehr als 35 Jahren mache ich Egli-Erzählfiguren“, berichtet sie, jene Figuren der Schweizerin Doris Egli, mit denen seit den 1960er Jahren biblische Geschichten veranschaulicht werden. „Doch alles, was ich gemacht habe, spielt um das Jahr 0 herum“, erzählt Milerski weiter, „mit der Zeit um 1500 kannte ich mich kaum aus und musste mich erst einmal gründlich einlesen.“

Gleiches gilt auch für Martin Luther selbst, den sie so kannte, wie man ihn eben als evangelischer Christ gemeinhin kennt. Die einzelnen Stationen seines Lebens und die gesamte Breite seines Wirkens wurde ihr erst durch die künstlerische Arbeit nahegebracht. Die erstreckte sich übrigens auf ungefähr 4500 Arbeitsstunden, die Zeit, in der ihr die einzelnen Szenen und manche Details im Kopf herum spukten, noch nicht mitgerechnet. „Ehrlich gesagt, musste ich oft an Heine denken und sagte mir: Denk ich an Luther in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“, erzählt sie mit einem Lächeln.

Tatsächlich sieht man der Ausstellung diese schlaflosen Nächte deutlich an. Jede einzelne Szene ist so liebevoll bis ins kleinste Detail - sei es jedes einzelne kunstvoll beschlagene Buch oder die Maus, vor der sich eine der Figuren erschreckt - ausgearbeitet, dass nicht nur alles stimmig wirkt, sondern die Figuren tatsächlich lebendig scheinen. Sie erzählen Stationen auf Luthers Lebenswerk, so dass die ebenfalls von der Künstlerin verfassten erläuternden Texte manchmal kaum nötig sind. Spannend dabei ist, wie hier Geschichte auf einfache und durchaus kindgerechte Art erzählt wird, wie sich aber auch erwachsene Betrachter und durchaus auch die theologisch Bewanderten beim intensiven Betrachten der Feinheiten ertappen.

„Hinter jeder Szene steckt mein Herz“, sagt Milerski, die sich sehr darüber freut, wie ihre Arbeit jetzt angenommen wird und wie viel Zeit sich viele beim Anschauen nehmen. „Mir ist Luther schon nahegekommen und er wird mir jetzt fehlen“, resümiert sie.

Doch noch ist es ja nicht soweit, denn die Ausstellung ist noch bis zum 27. Oktober von Montag bis Freitag zwischen 10 und 12.30 sowie zwischen 15 und 17 Uhr und an den Sonntagen nach dem Gottesdienst bis 12.30 und auch von 15 bis 17 Uhr in St. Sixti in Northeim geöffnet.


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Ausstellung „Luther legt los“

500 Jahre Reformation vom 08. bis 31.10.2017 in der Marktkirche St. Nicolai, Hameln

Leben & Werk Martin Luthers werden in 16 Bildern mit ca. 100 Erzählfiguren in der Hamelner Marktkirche St. Nicolai vom 08. bis 31.10.2017 präsentiert. Von der Taufe Luthers am 11.11.1483 über sein Blitzerlebnis, den Ablasshandel, seinen Thesenanschlag 1517, der Papstschriftenverbrennung 1520, dem Reichstag zu Worms und seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg bis hin zu Szenen aus seinem Familienleben, wird in 16 „dreidimensionalen“ Bildern reformatorische Geschichte zum Leben erweckt. Dabei ist jede einzelne Szenerie mit unzähligen Details ausgestattet. Bei jedem Blick, beim zweiten und dritten Rundgang entdeckt der Betrachter immer wieder Neues. Sofort erahnt man, wie viele unzählige Stunden die Gestalterinnen an ihrem Werk gesessen und gefeilt haben mögen. Nichts ist nur reines „Beiwerk“ – jede Position, jedes Kleidungsstück, jede Körperhaltung vermag eine eigene Geschichte zu erzählen. Ob Tintenfleck oder reich gedeckter Tisch, sogar mit Essensrändern am Topf, der Blitz, natürlich die Thesen, wunderschönes Mobiliar und vieles mehr, was hier nicht aufgezählt werden kann, weil es einfach direkt vor Ort entdeckt werden muss, fasziniert die Ausstellungsbesucher.

Die Ausstellung „Luther legt los“ – 500 Jahre Reformation ist bis zum 31. Oktober 2017 in der Hamelner Marktkirche St. Nicolai zu bestaunen. Täglich von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind gerne willkommen. Offene Führungen werden in der Regel mittwochs und samstags jeweils um 15 Uhr angeboten. Für Gruppen sind auch Sonderöffnungszeiten und Führungen möglich.

Apropos: In der Ausstellung ist etwas Zeit- und Hamelntypisches versteckt. Dies macht den Rundgang für alle Besucher, klein und groß, besonders spannend - mehr wird hier nicht verraten!
Wer mehr erfahren möchte, kann sich gerne an Pastorin Friederike Grote, Telefon 05151 4079077 oder E-Mail grote@muenster-hameln.de, wenden.

Die Ausstellung mit Erzählfiguren „Luther legt los“ – 500 Jahre Reformation: Liebevoller kann das Reformationsjubiläum im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont – und darüber hinaus – nicht „begangen“ werden.

Weitere Infos finden Sie unter www.erzählfiguren.kirche-hameln-pyrmont.de




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Luther einmal anders

200 Jugendliche aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld beim Konfi-Camp auf dem Wohldenberg

Wohldenberg. „Konfirmandenunterricht einmal anders zu erleben, mit „bewegenden Aktivitäten“ wie es Joris Niklas Martens auf den Punkt bringt, kommt bei dem 13-Jährigen aus der Kirchengemeinde St. Nicolai Coppenbrügge, Region Ith gut an. Sie genießen das Sportangebot – und nicht zuletzt die kniffeligen Rätsel im Escape-Room rund um das Thema Luther.

Es fordert schon Kombinationsgeschick, denn die Fragen sind aufeinander aufgebaut und nach und nach zu lösen. Nur gemeinsam ist das Ziel zu erreichen. Das Konfi-Camp findet zum ersten Mal statt und wird als Konfirmandenunterricht gewertet. Es steht ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums, und den Jugendlichen wird einen Tag lang ein buntes Programm rund um die Reformationszeit, Martin Luther und das Mittelalter geboten.

Möglich gemacht haben dieses vielschichtige Angebot zu 500 Jahren Reformation die Diakone Frank Rüffer und seine Kolleginnen Melanie Voß und Katja Knop vom Kirchenkreisjugenddienst Hildesheimer Land-Alfeld. An vier Tagen, vom 10. bis 13. Oktober, kommen 200 KonfirmandInnen und VorkonfirmandInnen aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land auf den Wohldenberg, freut sich Melanie Voß. Die drei hauptamtlichen Betreuer werden dabei von 15 Ehrenamtlichen unterstützt. „Sonst wäre das Camp so auch nicht durchführbar“, ergänzt die Diakonin.

Im Garten der Jugendbildungsstätte des Bistums Hildesheim sind mehrere Stationen mit Bewegungsspielen aufgebaut. Hier sollen sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Gemeinschaft kreativ und gezielt mit der Reformationszeit und Martin Luther auseinandersetzen. Es gibt unter anderem eine Feuerstelle, auf der Stockbrot gebacken wird, Stände, an denen Kreuze zugeschnitten oder kleine Gefäße getöpfert werden können. An einem anderen Stand haben die Konfis die Möglichkeit, wie zu Luthers Zeiten mit einem Linoleumschnitt das Lutherwappen zu drucken.

Im Haus ist der sogenannte „Escape-Room“ der Renner. In diesem Rätselraum sollen Fragen, die aufeinander aufbauen, in 45 Minuten gelöst werden. Insgesamt gibt es 15 Stationen, von denen mindestens zehn bewältigt werden müssen. Nebenbei sind Bereiche zum Fußball- oder Basketball spielen sehr begehrt.

„Neues ausprobieren, Bewährtes neu entdecken sind Herzstücke der Reformation“, sagt Frank Rüffer. Das sei im alltäglichen Zusammenleben auch heutzutage noch aktuell, ergänzt der Diakon aus Bockenem. „Wir wollen den Konfirmandinnen und Konfirmanden Gelegenheiten bieten, Neues zu wagen – sowohl zu Gott als auch zu sich und seinen Mitmenschen“. Dabei soll der Spaß natürlich nicht zu kurz kommen.

Das Konzept der Diakone scheint aufzugehen, denn das Konfi-Camp kommt bei den Jugendlichen gut an. Auch bei Thore Schrader. Die schöne Umgebung und das abwechslungsreiche Angebot gefallen mir gut“, sagt der Konfirmand aus Dörpe. Das Konfi-Camp ist jeden Tag gleich aufgebaut und endet auf der Terrasse, mit Musik und einem gemeinsamen Gottesdienst, in dem noch einmal die Lutherrose – dem Wappen Martin Luthers – im Mittelpunkt steht. Manuela Konrad-Nöhren

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Das Konfi-Camp kommt gut an bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden aus der Gemeinde Coppenbrügge. Foto: Konrad-Nöhren

Bild: Manuela Konrad-Nöhren

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Bundesweit einzigartig

Glocken-Klänge für Mausfans in der der Hildesheimer KinderKathedrale

Hildesheim. Ein bisschen Mut ist schon nötig. Die schmalen Holztreppen, die hinauf in den Turm der St. Lamberti-Kirche führen, quietschen und knarren. Doch die meisten Familien, die zum Maus-Türöffner-Tag der KinderKathedrale gekommen sind, wagen den steilen Aufstieg, um die Kirchenglocken aus nächster Nähe zu bestaunen Den, „alles dreht sich heute ums Thema Glocke“, wie Diakonin Susanne Paetzold erklärt.

Als Fan der „Sendung mit der Maus“ und Projektleiterin der Hildesheimer KinderKathedrale hatte sie die Idee, die St. Lamberti-Kirche für den diesjährigen Türöffner-Tag der „Sendung mit der Maus“ anzumelden. Den Aktionstag gibt es seit 2011: Jedes Jahr öffnen sich an diesem Tag unterschiedlichste Einrichtungen für Kinder. Diesmal gab es über 700 Stationen – von Museen über Labore bis hin zur Europäischen Zentralbank.

Die St. Lamberti-Kirche hat nicht nur ihre Türen geöffnet, sondern für den Maustag auch verschiedene kindgerechte Aktionen auf die Beine gestellt: Neben der Erkundung des Kirchendachs, das das größte seiner Bauweise in ganz Nordeuropa ist, stand das Basteln von Glocken aus Tontöpfen sowie ein Musik-Workshop auf dem Programm. Und das Kellergewölbe verwandelte sich in ein Kino für die Kirchenglocken-Folge der „Sendung mit der Maus“.

In der Kirche selbst brachte die Percussionistin Almut Lustig gemeinsam mit einem kleinen Team des landeskirchlichen Musikvermittlungsprojektes „Vision Kirchenmusik“ Glocken zum Klingen: In einer Mischung aus Konzert und Mitmach-Lesung erzählte die vierköpfige Gruppe vor einem buntem Bühnenbild die Geschichte von Tante Thea, die mit dem Segelschiff „Gorch Fock“ unterwegs war. Die Kinder im Publikum lauschten gebannt, mussten aber keineswegs still sitzen bleiben. So konnten sie sich selbst als MusikerInnen an den Glocken versuchen oder gemeinsam mit Silke Lindenschmidt von „Vision Kirchenmusik“ zum Rhythmus einer afrikanischen Glocke tanzen.

So viel Leben, Bewegung und Farben, so viele Kinder – das ist eine Seltenheit in Kirchen. Das soll sich ändern, findet der Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt und hat deshalb die „KinderKathedrale“ ins Leben gerufen: Das Projekt anlässlich des Reformationsjubiläums macht die St. Lamberti-Kirche vom 16. September bis zum 4. November zu einem Ort für Kinder. „Das ist einzigartig! Wir sind bundesweit die einzige KinderKathedrale“, strahlt Projektleiterin Paetzold. Sieben Wochen lang gibt es in der Kirche unter dem Motto „Wir entdecken. Wir machen. Wir sind.“ ein umfangreiches Mitmach-Programm. Der vielseitige Maus-Türöffner-Tag passte perfekt dazu. Janina Martens



Bild: Janina Martens

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„Der schönste Beruf auf Erden“

Pastor Johannes Achilles in Schellerten verabschiedet / Kirche heißt nun St. Petri Schellerten

Schellerten. Seit vergangenem Sonntag kann sich die Kirchengemeinde Schellerten über einen neuen Namen für ihre Kirche freuen. Lange Zeit musste sie ohne Namenspatron auskommen. Nun verlieh Landessuperintendent Eckhard Gorka der Kirche das Patrozinium „St. Petri Schellerten". Doch für die Gemeinde gab es an diesem Tag nicht nur etwas zu feiern. Nach sechs Jahren als Pastor der Gemeinden Kemme, Schellerten und Wendhausen verabschiedete sich Johannes Achilles in den Ruhestand. Superintendent Christian Castel nahm seine offizielle Entpflichtung vor und erinnerte sich noch einmal an die Zeit des Amtsantritts von Pastor Achilles.

Bei einigen sei damals „durchaus eine Portion Skepsis im Spiel gewesen", so Castel Schließlich habe Achilles in seiner Laufbahn schon einige bedeutende Positionen bekleidet. Unter anderem war er als Referent im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) tätig, war Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer der Hildesheimer Blindenmission und Geschäftsführer des Deutschen Evangelischen Instituts für Altertumswissenschaften (DEI). Außerdem zog es ihn gleich zweimal in seiner Karriere für mehrere Jahre nach Melbourne in Australien - zuerst als Gemeindepastor, dann als Direktor eines Alten- und Pflegeheims.

So hätten sich viele die Frage gestellt, ob er den Pfarrdienst in den Dörfern Schellerten, Kemme und Wendhausen überhaupt ernst nehmen könne, erinnerte sich Castel. Doch die Gemeindemitglieder seien nicht enttäuscht worden. „Er hat es ernst genommen. Und er hat sich reingehängt. Erreichbarkeit? Bei Johannes Achilles nie ein Problem" Und auch als echter Teamplayer habe er sich erwiesen.

Neben dem neuen Namen für die Kirche in Schellerten konnte Achilles in seinen Amtsjahren noch mehr bewegen. Ein großer Schritt war beispielsweise der Verkauf des ehemaligen Pfarrhauses und der Bau eines neuen Gemeindehauses in Kemme. Um dies zu erreichen, beantragte er sogar, seinen Ruhestand zu verschieben und blieb seinen Gemeinden so noch 20 Monate länger erhalten.

Nun wurde es für den passionierten Sportler Achilles letztendlich doch Zeit, sich zu verabschieden. Mit Wehmut werde er sich an viele schöne Gottesdienste und die Arbeit mit den Jugendlichen im Konfirmandenunterricht und besonders auf Konfirmandenfreizeiten erinnern, sagte er. „Pastor ist wirklich der schönste Beruf auf Erden. Man kommt mit vielen Menschen zusammen. Die Türen stehen einem offen." Trotzdem blickt er dem Ruhestand auch positiv entgegen. „Ich freue mich darauf, Dinge in Ruhe und in meinem eigenen Tempo zu machen." Natürlich möchte er auch mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Nur untätig sein, das komme für ihn nicht in Frage.

Bald wird er in eine neue Wohnung in Hildesheim ziehen und sich in seiner alten Gemeinde „bewusst rar machen." Nicht um den Kontakt zu den KollegInnen und Gemeindemitgliedern abzubrechen, sondern, um Raum zu schaffen für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Der- oder diejenige konnte bisher noch nicht gefunden werden. Auf die Ausschreibung der Pfarrstelle habe es bisher „genau null Reaktionen gegeben", berichtete Superintendent Castel.

Vorerst wird Pastor Armin Schneider als „Springerpastor" die Vakanzvertretung übernehmen. „Ich ahne, dass es nicht so schnell gehen wird, bis im Pfarrhaus in Schellerten wieder Licht brennen wird", bedauerte Castel. Trotzdem soll die Stelle nicht auf Dauer unbesetzt bleiben. „Sie alle haben es verdient, eine gute Pastorin oder einen guten Pastor zu bekommen", gab Achilles seiner Gemeinde zum Abschied mit. Julia Dittrich

Bild:Superintendent Christian Castel übergab Pastor Johannes Achilles seine Urkunde zur Entpflichtung. Foto: Dittrich

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Bild: Dittrich

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