Sprengel Hildesheim-Göttingen / Landessuperintendent

Bild: Klosterkirche Amelungsborn - seit 5. Februar 2016 mit neuem Turm.

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Bild: hmh

Halt geben in einer sich rasant verändernden Welt

Aus der Sitzung des Kirchenkreistages Leine-Solling mit Landessuperintendent Eckhard Gorka

Mit einer von Jugendlichen gestalteten Andacht begann am Dienstagabend die Sitzung des Kirchenkreistages in Northeim, bei der auch Landessuperintendent Eckhard Gorka zu Gast war. Es war der zweite Tag seiner Visitation im Kirchenkreis Leine-Solling, die noch bis zum kommenden Sonntag andauert. Dann wird er im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen, am Dienstag jedoch waren es die Jugendlichen des evangelischen Kreisjugenddienstes, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation in der Kirche auseinandersetzten. 

Kirche ist beständig und gibt Halt, so machten sie deutlich, doch sie möchten sich auch einbringen und das Gemeindeleben mitgestalten. Genau das dürfen sie beim Kreisjugenddienst auch, stellte Diakon Jan Mönnich in der anschließenden eigentlichen Sitzung heraus. Das beinhaltet das gemeinsame Konzept der drei Standorte in Einbeck, Northeim und Uslar, die übrigens künftig enger zusammenwachsen sollen. Dabei helfen wird die neue Jugendkirchenpastorin Anne Gerda Schrader, die den Mitarbeitern trotz oft großer Arbeitsbelastung eine großartige Arbeit und den Jugendlichen hervorragende Ideen attestierte.

Gelobt wurden die Jugendarbeit im Allgemeinen und die vorherige Andacht im Besonderen auch von Landessuperintendent Gorka, der im nächsten Tagesordnungspunkt kurz darauf einging, was er als Mittler zwischen Landeskirche und Kirchenkreis derzeit für wichtig hält. Sein Lob ging dabei auch an die Superintendenten Stephanie und Jan von Lingen, die sich hier schnell eingearbeitet und Fuß gefasst haben. „Damit könnte ich meinen Bericht schließen - hier ist alles top in Ordnung“, stellte er fest. 

Dennoch verwies er noch auf die derzeitige Überarbeitung der Verfassung der Landeskirche Hannovers. Die befindet sich noch in der Entwicklung und jegliche Anregungen aus den Gemeinden, um diese Verfassung aktuellen Gegebenheiten anzupassen, sind willkommen. Immerhin soll Kirche den Menschen in einer sich rasant verändernden Welt Halt bieten, wie ja auch die Jugendlichen deutlich gemacht hatten, kam Gorka auf das Thema vermehrter Kirchenaustritte zu sprechen und betonte in gewohnt pointierter Weise: „Jeder einzelne Austritt sind zwei zu viel; das darf uns nicht egal sein.“

Eine Reaktion auf die sich verändernde Gesellschaft stellte auch der nächste Punkt dar, zu dem Jan von Lingen deutlich machte, dass heute rassistisches und menschenverachtendes Gedankengut um sich greift, wie es noch vor wenigen Jahren undenkbar schien. Die Kirche distanziert sich deutlich davon, innerhalb der Landeskirche durch eine Initiative, der Einzelne, Kirchengemeinden und auch ganze Kirchenkreise beitreten können. Ein Beschluss zum Beitritt zur "Initiative Kirche für Demokratie und gegen Rechtsex-tremismus" wurde einstimmig und mit Bekräftigung von vielen Seiten gefasst. 

Für etwas mehr Diskussionsbedarf sorgte hingegen eine Beschlussvorlage des Finanzausschusses, in der es um die Definition des Wortes „Hauptgottesdienst“ geht. Diese ist nötig, um die Zuschüsse an die Gemeinden zu regeln und der Entwurf sieht nun vor, die Satzung für diese Sachkostenzuschüsse dahingehend zu ändern, dass insbesondere kleinere Gemeinden profitieren. Die Idee, dies an die sogenannten Hauptgottesdienste zu knüpfen, sorgte für Irritation. Schließlich folgte das Gremium einem Vorschlag von Stephanie von Lingen, diesen Punkt noch einmal gesondert zu beraten. Etliche andere Satzungsänderungen konnten anschließend einstimmig beschlossen werden.

Die Sitzung endete mit einem Rückblick der Superintendenten auf viele gelungene Veranstaltungen der vergangenen Monate wie den Besuch des Bischofs in Hullersen anlässlich des Reformationsjubiläums. Eine besondere Überraschung war der Besuch eines Paares, das kürzlich in der Superintendentur an der Tür klingelte: „Die beiden waren unterwegs auf einem neuen Pilgerweg, der von Flensburg durch ganz Deutschland bis zum Bodensee und dabei auch durch Northeim führt“, erzählte Jan von Lingen von der unverhofften netten Begegnung. Auch solche Begegnungen und eine Türen-öffnende Verbundenheit im christlichen Glauben sind es, die Kirche schon immer und bis heute ausmachen. Das hatten auch die Jugendlichen in ihrer Andacht als einen Grund herausgestellt, warum sie sich in dieser Gemeinschaft engagieren.



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Septett komplett

Moritz Schilling als neuer Landesposaunenwart im Bezirk Hildesheim eingeführt

Das Posaunenwerk ist eine der ältesten und traditionsreichsten ehrenamtlichen Einrichtungen in der hannoverschen Landeskirche. Überall in Niedersachsen engagieren sich Heranwachsende und Erwachsene neben Schule, Ausbildung, Beruf oder Studium in der Kirchenmusik. Sie erlernen ein Blechblasinstrument und begleiten Gottesdienste oder auch allgemeine Feste in ihrer Kirche und im Dorf oder Stadtteil. Die Altersspanne der Bläserinnen und Bläser reicht von 6 bis 86 Jahre. Sieben hauptamtliche Landesposaunenwarte geben der Bläserarbeit professionell Impulse und Ideen. Ihre Aufgabe ist es, die Qualität der kirchlichen Posaunenchorarbeit zu sichern und zu steigern. Die Landesposaunenwarte (aktuell sind alle Posten mit Männern besetzt) stehen gemeinsam mit Landesposaunenpastorin Marianne Gorka und der Geschäftsstelle im Hildesheimer Michaeliskloster den Posaunenchören mit Rat und Tat zur Seite. Die Profis bieten professionelle Begleitung und Beratung, Fortbildungen, Seminare und Freizeiten an.

Im Bezirk Hildesheim hat nun der junge Trompeter und Dirigent Moritz Schilling diese Aufgabe übernommen. Landessuperintendent Eckhard Gorka führte Schilling während eines Gottesdienstes am 13. August in der Michaeliskirche in seinen Dienst ein. Landesposaunenpastorin Marianne Gorka konnte dazu Bläserinnen und Bläser aus vielen Teilen der hannoverschen Kirche begrüßen. Auch viele Wegbegleiter aus den bisherigen Lebens- und Berufsstationen hatten sich auf den Weg gemacht, um ihren Studienfreund, Kollegen und Mitbläser zu seiner neuen Aufgabe zu beglückwünschen.

Moritz Schilling wurde 1987 in Eschwege (Nordhessen) geboren, aufgewachsen ist er in Kiel, wo Posaunenchor und Trompetenspiel sich zu seiner Leidenschaft entwickelten. Nach Zivildienst, den der junge Nachwuchsmusiker beim Posaunenwerk der Pfälzischen Landeskirche in Neustadt(Weinstraße) absolvierte, begann Moritz Schilling ein Studium der Trompete als Soloinstrument an der Musikhochschule Hannover. Seine Ausbildung als Dirigent erfolgte in Berlin bei Lutz Köhler. Das Orgelspiel erlernte Schilling an der Hochschule für Kirchenmusik in Halle (Saale).

Jochen Arnold, der als Direktor des Michaelisklosters den Werdegang Moritz Schillings vorstellte, umriss die Persönlichkeit des neuen Kollegen: „Dirigieren macht ihm mindestens ebenso viel Spaß wie Trompete spielen. Menschen musikalisch zu motivieren ist sein Lebenselixier“. Arnold erhofft sich, dass der Neue im Team des Michaelisklosters lange an Bord bleiben werde. Mit seinen Begabungen für’s Dirigieren und für die ganz praktische Aus- und Weiterbildungsarbeit passe er einfach gut zum Posaunenwerk und bereichere die Kirchenmusik auf vielfältige Weise, so der Kirchenmusiker.

In der Predigt hieß Landessuperintendent Gorka den neuen Landesposaunenwart in seinem Sprengel Hildesheim-Göttingen herzlich willkommen: „Wir wünschen Dir Gottes reichen Segen für Deinen Dienst als Landesposaunenwart in unserer Kirche und Freude am Gotteslob.“ Hörbar wurde die Begeisterung der anderen sechs Landesposaunenwarte über ihren neuen Kollegen beim an den Gottesdienst anschließenden Empfang. Sie begeisterten das Publikum mit anspruchsvollem, perfekt intoniertem Spiel. „Wir freuen uns alle sehr, dass wir mit Moritz so einen super Trompeter neu im Team haben“, so Christian Fuchs, Landesposaunenwart für den Bezirk Osnabrück. Gelegenheiten zum ganz praktischen Zusammenspiel wird es einige geben, denn Moritz Schilling steigt an der Trompete ein bei „Noordwind“, dem Ensemble der Landesposaunenwarte.

https://posaunenwerk.wir-e.de/team



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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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„Kinder sind genau jetzt Kirche“

Hildesheimer Lambertikirche wird KinderKathedrale mit randvollem Programm

Hildesheim. „Psst, sei still. Bleib sitzen. Fass das nicht an…“ Ermahnungen dieser Art werden Kinder während der KinderKathedrale in der St.-Lamberti-Kirche sicherlich nicht zu hören bekommen. Stattdessen dürfen sie die Kirche erleben, ausprobieren, dürfen selbst bauen, spielen, Musik machen. Denn vom 16. September bis zum 4. November ist in der Kirche alles ganz und gar auf Kinder eingestellt. „Weil Martin Luther als Erster Kinder in den Blick genommen hat“, sagt Projektleiterin Susanne Paetzold, „das war im Mittelalter neu.“ Und daher schien es der Diakonin im Jubiläumsjahr der Reformation an der Zeit einmal zu überlegen, wie machen wir das eigentlich heute? Wie bringen wir den Glauben, Bibelgeschichten, Gebete und Lieder den Kindern nahe? So entstand die Idee der KinderKathedrale, ein Projekt zum Reformationsjubiläum des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt.

Unter dem Motto „Wir entdecken. Wir machen. Wir sind.“ gibt es ein umfangreiches Programm. Die sieben Wochen der KinderKathedrale sind randvoll mit den unterschiedlichsten Angeboten und Aktionen. Täglich von 8 Uhr bis zum Abendgebet um 17 Uhr ist die Lambertikirche geöffnet und lädt mit Erlebnisinseln in verschiedenen Bereichen der Kirche dazu ein, auf eigene Faust aktiv zu werden.

Kinder können beispielsweise an der Katechismustafel mit Schriften hantieren, sich mit Büchern in die Leseecke kuscheln und aus Bausteinen Kreuzrippengewölbe errichten. Johannes der Täufer wird in einer Sandkisten-Wüste stehen und sich über selbstgemachte Wüstenblumen freuen. Die symbolischen Elemente der Lutherrose hat Susanne Paetzold als begehbaren und erfahrbaren Gebetspark umgesetzt.

Gruppen und Schulklassen können sich während der Kinderkathedrale zu Führungen anmelden und Spuren der Reformation in der Kirche selbst entdecken. „Das Gebäude ist Stein gewordene Theologie“, meint die Diakonin. Sonntags um 10.30 Uhr findet während dieser sieben Wochen jeweils ein Gottesdienst statt, der mit unterschiedlichen Predigern und Gästen spannend gestaltet wird: mal wird die Feuerwehr dabei sein, mal Kirchenliedermacher Fritz Baltruweit oder eine Tänzerin von Ars Saltandi. Selbst die „Musik zur Marktzeit“, immer samstags um 10 Uhr, wird für Kinder und mit Kindern gestaltet.

Und während der Herbstferien finden noch weitere besondere Angebote statt: Da geht es um Kirchenmusik, um Orgel und Glocken, da wird gemalt, gewerkelt und gebastelt und das Kirchendach erkundet. Das „Theater der Nacht“ aus Northeim ist zu Gast in der Lambertikirche, es gibt Konzerte und ein Musical. Vom 29. bis 31. Oktober findet ein Bauprojekt mit Legosteinen statt. Auch für Erwachsene gibt es Programm, bei den Praxis- und Fachtagen geht es selbstverständlich um Kinder. In der Stadt verteilt werden 15 von Schulklassen und Kindergruppen gestaltete Stühle und Bänke aufgestellt, damit die KinderKathedrale für alle sichtbar wird.

Die KinderKathedrale beginnt mit dem KinderKirchenTag am Samstag, 16. September, wenn sich von 14 bis 18 Uhr Kinder zwischen sechs und elf Jahren in der Kirche tummeln. Ein weiteres Highlight ist die KinderKirchenNacht: In der Nacht vom 30. zum 31. Oktober, dem Reformationstag, können Kinder ab neun Jahren die Kirche im Dunkeln erleben – geschlafen wird allerdings im Gemeindezentrum nebenan.

Furios geht die KinderKathedrale am Samstag, 4. November, zu Ende. Die katholischen Gemeinden im Dekanat Hildesheim feiern mit und haben ihren Martins-Laternenumzug auf diesen Tag gelegt. Ab 17 Uhr ziehen die Kinder mit ihren Laternen, begleitet von einem Blasorchester und dem Heiligen Martin zu Pferd, zur St.-Lamberti-Kirche. Wer noch keine Laterne hat, kann sie vorher in der Kirche bauen. Abends gibt es dann eine Martinsgeschichte, gespielt von Schülerinnen und Schülern der Augustinusschule, und zum Abschluss eine Feuershow auf der Wiese.

„Es heißt, die Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Susanne Paetzold, „aber sie sind genau jetzt Kirche.“

Mehr Informationen und alle Termine gibt es unter www.kinderkathedrale.de

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Bild: Barth

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 „Genau die Richtige für uns“

Diakonin Elske Sibberns wurde in das Amt der Kirchenkreisjugendwartin eingeführt

Hildesheim Der berufliche Weg von Elske Sibberns war nicht ohne Umwege. Vom Bürojob in einer Anwaltskanzlei führte er schließlich in die Jugendarbeit bei der evangelischen Kirche. Nun wurde sie durch Mirko Peisert, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheim-Sarstedt, in der Matthäuskirche in das Amt der Kirchenkreisjugendwartin eingeführt.

Nach ihrem Realschulabschluss sah es zunächst gar nicht danach aus, dass Sibberns berufliche Zukunft in der Kirche liegen würde. Sie wuchs in der Nähe von Cuxhaven auf dem Bauernhof ihrer Eltern auf, lernte, Trecker zu fahren und Kühe zu melken. Nach der Schule entschied sie sich aber für einen klassischen Bürojob: Sie machte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. In der Anwaltskanzlei, in der sie damals arbeitete, merkte sie schnell, dass sie sich mehr für die persönlichen Geschichten der Klienten als für die juristischen Details interessierte.

„Ich habe mich immer gefragt, warum diese Straftaten passieren, was diese Menschen bewegt", erklärt sie. Sie entschied sich, ihr Abitur nachzuholen und begann 2010 ihr Studium der Religionspädagogik und Sozialen Arbeit. Nach ihrem Anerkennungsjahr als Diakonin im Kirchenkreis Ronnenberg arbeitete sie drei Jahre lang in Gronau für den Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld. Seit einem halben Jahr ist sie nun für die Geschäftsführung des Kirchenkreisjugenddienstes Hildesheim-Sarstedt zuständig.

Ihr Vorgänger Dietrich Waltemate war 33 Jahre Jugenddiakon und habe „den Kirchenkreisjugenddienst mit großem Engagement und Herzen geleitet", erinnerte Superintendent Peisert beim Gottesdienst. Doch Elske Sibberns habe in ihrem Amt bereits überzeugen können. „Es sind neue Wege eingeschlagen, Sie haben vorsichtig und klug neu strukturiert."

In Zukunft möchte die junge Diakonin Jugendliche mehr beteiligen und ihnen Platz in den Gremien geben. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit den Schulen gestärkt, und sozial schwache Kinder und Jugendliche mehr in den Fokus gerückt werden. Den beliebten Mitmachzirkus führt sie unter dem Namen "Zirkus vor der Stadt" weiter. Auch neue Projekte sind schon auf den Weg gebracht. Am Reformationstag wird es beispielsweise zum ersten Mal einen Escape-Room zum Thema Martin Luther in der Martin-Luther-Gemeinde geben.

Die Zeit für neue Ideen und Projekte findet Sibberns zwischen reichlich Verwaltungs- und Gremienarbeit, die mit dem Amt der Kirchenkreisjugendwartin einhergehen. Die Erfahrung aus ihrer ersten Ausbildung kommt ihr nun auch in ihrem neuen Amt zu Gute. „Dass wir mit Ihnen auch noch eine kundige Rechtsexpertin haben, das ist sicher eine große Hilfe auch im Kreisjugenddienst", betonte auch Superintendent Peisert.

Trotzdem stehen die Menschen für Elske Sibberns in ihrer Arbeit weiterhin im Vordergrund. „Ich möchte, dass Menschen die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen und dass sie jemanden haben, der sie bei der Beantwortung dieser Fragen begleitet." Superintendent Mirko Peisert freut sich, dass Elske Sibberns dieses Anliegen nun mit in den Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt gebracht hat: „Sie ist nicht nur auf gutem Wege unterwegs. Sie ist genau die Richtige für uns." Julia Dittrich

Bild: Dittrich

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Bild: Helmut Langenbruch

Donnerstag, 17. August 2017, 20 Uhr, St. Michaelis/Hildesheim:

Organist aus St. Petersburg in Hildesheim

Daniel Zaretsky aus St. Petersburg ist der Solist der Sommerlichen Kirchenmusik in St. Michaelis/Hildesheim am Donnerstag, dem 17. August. Auf seinem Programm stehen Werke von Bach, Gigout, Vierne, Dubois u.a.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 10 € (erm. 7€) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird.

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Eine junge Pastorin im Kirchenkreis Göttingen

Ordination von Selma Gieseke-Hübner als Pastorin der Emmaus-Kirchengemeinde Nörten-Hardenberg und der Kapellengemeinde Bishausen

Frohe und festliche Tage machen das Leben aus. Das des einzelnen Menschen wie auch das in einer Kirchengemeinde. Zu den christlichen Hochfesten ist oft auch die letzte Kirchenbank vollbesetzt. Wenn wichtige Lebensereignisse in einem Gottesdienst gefeiert werden wie Taufe und Hochzeit, strömen Verwandte, Freunde und Gemeindemitglieder zusammen. Beim Gottesdienst zum Dienstbeginn einer neuen Pastorin oder eines neuen Pastors kommen beide Dinge zusammen. Zumal wenn es um eine Ordination geht, also der offiziellen Beauftragung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung durch die Kirche und zugleich der Einführung der frischgebackenen Pastorin in den Dienst. Die Freude der Gemeindeglieder ist groß, ihre Kirchengemeinde wieder in guten Händen zu Wissen. Und die neue Pastorin und ihre Familie freuen sich, eine langjährige Ausbildungszeit erfolgreich absolviert zu haben.

Solche Freude war jetzt in der Christus-Kirche in Nörten (Kirchenkreis Göttingen) zu erfahren. Dort wurde am Sonntag, 6. August, Selma Gieseke-Hübner in das Amt der Gemeindepastorin der Emmaus-Kirchengemeinde Nörten-Hardenberg und der Kapellengemeinde Bishausen ordiniert. Eckhard Gorka, der als Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen den Gottesdienst leitete, begrüßte im vollbesetzten Kirchenschiff neben der Gemeinde und ihrer neuen Pastorin auch deren Ehemann und den gemeinsamen kleinen Sohn. Selma Gieseke-Hübner stammt aus dem Rheinland. Nach Abitur und einem Freiwilligenjahr beim CVJM begann sie das Studium der evangelischen Theologie an der kirchlichen Hochschule in Wuppertal. 2008 wechselte sie nach Göttingen und fand in Südniedersachsen eine neue Heimat. Nach dem ersten theologischen Examen und dem Vikariat, das sie als praktischen Ausbildungsabschnitt bereits „zu Gast“ in der hannoverschen Landeskirche in Alfeld ableistete, ergänzte die Nachwuchstheologin ihr Wissen zusätzlich mit einem Sondervikariat in der Krankenhausseelsorge. Friedrich Selter, Superintendent des Kirchenkreises Göttingen, berichtete nach dem Verlesen der Ordinationsurkunde, dass er die junge Kollegin schon während ihrer Studienzeit kennengelernt habe. Da auch er aus dem Rheinland stamme und auch in Wuppertal studiert habe, hätten sich bei seinen Beratungsgesprächen für Theologiestudierende zwischen ihm und Selma Hübner gleich viele Anknüpfungspunkte ergeben. Er schätze ihre Persönlichkeit sehr und freue sich darüber, dass sie nun in Nörten-Hardenberg als Pastorin arbeiten werde, so Superintendent Selter an die junge Kollegin gerichtet. Landessuperintendent Gorka schlug in seiner Predigt einen Bogen vom Ordinationsspruch „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden“ zur Arbeit der Pastorinnen und Pastoren: Das Leben, „das ja längst nicht immer strahlend hell oder pechschwarz ist“, habe gerade „in den vielen Bunt- und noch mehr Grautönen seine volle Würde. Und dieses knallbunte und tristgraue Leben teilt Gott mit uns“, so Eckhard Gorka. Das sei doch eine „wunderbare und produktive Dienstbeschreibung“ für die Seelsorge und Gemeindeleitung so der Landessuperintendent weiter.

Auch aus dem Kirchenvorstand war Freude zu hören. Wolfgang Ohlmann als Vorsitzender begrüßte Familie Gieseke-Hübner warmherzig. Er hoffe, dass die erste Frau im Pfarramt der Emmaus-Gemeinde auch einen so langen Zeitabschnitt bleiben werde, wie ihre Vorgänger in den letzten 129 Jahren seit Bestehen der Gemeinde. Karin Haack aus dem Kirchenvorstand unterstrich die positive Bedeutung des Neuanfangs: „Wir freuen uns sehr auf unsere junge Pastorin. Sie wird unserer Gemeinde guttun“.

Für Rat und Verwaltung des Fleckens begrüßte Nörtens Bürgermeisterin Susanne Glombitza die neue Pastorin. Vom Leiter des Vikariats, Pastor Kratochwill aus Alfeld, gab es herzliche Wünsche an die junge Kollegin, an die sich Michael Ebener, Pastor der evangelisch-reformierten Gemeinde Göttingen, anschloss. Bei ihm hatte Gieseke-Hübner ein Gemeindepraktikum während des Studiums absolviert. Herzliche Willkommensgrüße dann auch von den Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbargemeinden, bevor die Gemeinde beim Empfang im Gemeindehaus ihre neue Pastorin beglückwünschen konnte. Dort wartete auch ein reichliches Buffet, denn für Gastlichkeit ist die Gemeinde weit bekannt.




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Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Donnerstag, 10. August 2017, 20 Uhr, St. Michaelis/Hildesheim:

Ein feste Burg. Musik aus der Reformationszeit

Musik der Reformationszeit steht auf dem Programm der Sommerlichen Kirchenmusik in St. Michaelis/Hildesheim am Donnerstag, dem 10. August. In der Besetzung Solosopran (Manja Stephan), Zink (Anna Schall), Renaissance-Posaune (Detlef Reimers) und Orgelcontinuo (Niko Henke) erklingen Werke von Prätorius, Walter, Castello, Palestrina und Schütz.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Eintrittskarten zum Preis von 15 € (erm. 10 €) gibt es an der Abendkasse, die ab 19.15 Uhr geöffnet sein wird, im Vorverkauf beim HAZ-Ticketshop und ameis Buchecke sowie online über www.reservix.de



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Bild: Helmut Langenbruch

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In der orthodoxen Synagoge in London gibt es  Applaus für das Stolperstein-Projekt

Gemeindeverband Saaletal erwidert Besuch der Familie Davidson

 Salzhemmendorf/London. Erich Davidson war sechzehn Jahre alt, als er 1939 mit einem der Kindertransporte nach England geschickt wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er mit seinen Eltern und einer Cousine in einem Haus in Salzhemmendorf gelebt, das die Schlachterei seines Vaters und die Synagoge der kleinen jüdischen Gemeinschaft beherbergte. Vom Rest seiner Familie getrennt – ihnen gelang später die Flucht nach Argentinien – arbeitete er in England als Farmer, lernte seine spätere Frau Della kennen, gründete eine Familie und bekam drei Kinder.

Er kehrte nie wieder nach Deutschland zurück. Doch seine drei erwachsenen Kinder waren dabei, als im April 2016 im Gemeindeverband Saaletal 18 Stolpersteine verlegt wurden, um an Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Jetzt hat eine Gruppe aus dem Gemeindeverband den Besuch erwidert und ist nach London gereist.

Andrea Gärtner war vierzehn Jahre alt, als sie das erste Mal die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau besuchte. Während sie schockiert war über die Grausamkeiten, die in ihrem Land geschehen waren, standen zur gleichen Zeit andere Jugendliche in Bomberjacken und Springerstiefeln dort und grölten dumpfe Parolen.

Andrea Gärtner arbeitet heute als Diakonin im Gemeindeverband Saaletal und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den KonfirmandInnen und anderen Jugendlichen in ihren Gemeinden die erschreckende deutsche Vergangenheit bewusst zu machen. Seit 2007 besucht sie mit Konfirmandengruppen Häuser in Salzhemmendorf, in denen früher jüdische Familien gelebt haben und erzählt von deren Schicksalen. Dazu gehört auch das Schicksal der Familie Davidson, für die Trennung der einzige Weg war, ihr Leben zu retten.

Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen solcher Konfirmandenprojekte Stolpersteine verlegt. Diakonin Gärtner und Pastorin Sabine Ahlbrecht aus Lauenstein, die mittlerweile das Projekt ebenfalls begleitet, nutzten die recherchierten Fakten des Historikers Bernhard Gelderblom, sammelten Spenden in den Orten und luden den Künstler Gunter Demnig ein. Außerdem schrieben sie nach London an die drei heute erwachsenen Kinder von Erich Davidson und luden sie ein, bei der Verlegung dabei zu sein.

Marion, Melvyn und Beverly standen neben den Jugendlichen, die diesen Tag vorbereitet und begleitet haben, als die Steine für ihre Verwandten ins Pflaster gelegt wurden. Im Anschluss luden sie zum Gegenbesuch nach London ein.

Dieser Einladung ist nun eine kleine Delegation aus dem Saaletal gefolgt. Die Mitglieder der Familie Davidson hatten gemeinsam mit Diakonin Gärtner und Pastorin Ahlbrecht ein Programm für Mitglieder des Jugendmitarbeiterkreises und weitere interessierte junge Erwachsene in der britischen Hauptstadt vorbereitet, um das jüdische Leben dort kennenzulernen.

Dazu gehörten eine Führung durch das alte jüdische Viertel „East End“ mit der ältesten englischen Synagoge Bevis Marks von 1701, der Besuch bei World Jewish Relief – einer Organisation, die maßgeblich an der Durchführung der Kindertransporte beteiligt war - und eine Einladung zum Tee, bei er auch andere jüdische Gemeindeglieder zum Gespräch geladen waren. Das eigentliche Highlight aber war die Einladung zur Sabbatfeier in einer orthodoxen Synagoge, zu deren Gemeinschaft einige Mitglieder der Familie Davidson gehören.

Die kleine christliche Gruppe war aufgefordert, von dem Projekt der Stolpersteinverlegung in Salzhemmendorf zu berichten. So standen schließlich Diakonin Gärtner, Pastorin Ahlbrecht und die Jugendmitarbeiterin Nicole Winckler vor dem Schrein, in dem die Thorarollen kurz zuvor wieder liebevoll und feierlich verstaut worden waren, und erzählten von ihrer Arbeit in den deutschen Dörfern. Die knapp 150 jüdischen Männer und noch einmal etwa 50 jüdischen Frauen hinter den Absperrungen, die während der Sabbatfeier oft und viel geschwatzt hatten, lauschten gebannt und schweigend den Ausführungen.

Nicht nur, dass das Projekt der Stolpersteine ihnen bis dahin gänzlich unbekannt war. Dass eine Gruppe Christen und Christinnen, die mit der Geschichte der Juden eigentlich nichts zu tun haben, sich derart um sie bemühen, stieß auf Erstaunen, Freude und Hochachtung. So erhoben sich die Juden klatschend nach dem Vortrag und viele von ihnen kamen beim anschließenden Kaffeetrinken auf die kleine Reisegruppe zu, um sich zu bedanken oder nach Details zu fragen.

Alle Beteiligten erlebten diesen Tag, die Begegnungen und Erzählungen als besonders intensiv und emotional. Tränen der Rührung flossen und das Versprechen, in Kontakt zu bleiben und die gegenseitigen Besuche weiter zu pflegen, wurde mehrfach ausgesprochen.

Natürlich standen bei der kleinen Gruppe aus dem Saaletal auch ein deutscher Gottesdienst, ein Besuch der St. Pauls Cathedral und diverse touristische Attraktionen, wie eine Theatervorstellung im West End, eine London-by-night-Bustour oder ein Einkaufsbummel auf dem Camden Lock Market auf dem Programm. Doch waren sich am Ende alle einig: die Zeit mit der Familie Davidson, das herzliche Willkommen in der jüdischen Gemeinschaft und die besonderen Privilegien, die der Gruppe zuteilwurden, werden allen lange im Gedächtnis bleiben und schüren schon jetzt die Sehnsucht nach einer Wiederholung. Andrea Gärtner

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Bild: Gärtner

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Schöner Wohnen auf dem Lande

Kirchenstiftung Miteinander Füreinander feiert Sommerfest in Grünenplan mit Superintendentin Katharina Henking

Grünenplan. Schöner Wohnen auf dem Lande – das ist kein Magazin für angehende Hausbesitzer oder gar ein Werbeslogan. Es ist eine Aufwärmübung für Sänger. Superintendentin Katharina Henking findet die Lippenlockerung inhaltlich aber auch zutreffend. Seit ihrer Visitation weiß sie, wie schön Grünenplan ist. Umso erfreuter ist sie, dass sie an diesem Sonntag erneut dort in der evangelisch-lutherischen Kirche sein kann. Genauso geht es Wilfried Röbbeln. Er ist Kuratoriumsvorsitzender von Miteinander Füreinander. Die Kirchenstiftung feierte am vergangenen Wochenende ihr Sommerfest in Grünenplan.

Es war das fünfte Stiftungsfest insgesamt und das erste in Grünenplan. „Es ist Tradition, dass wir durch die Gemeinden reisen, um die Menschen zu erreichen“, erklärt Wilfried Röbbeln. In Grünenplan ist die Kirchenstiftung ein gern gesehener Gast. „Wir hatten tatkräftige Unterstützung aus der Gemeinde“, freut sich Röbbeln. Seit Gründung im Jahr 2003 unterstützt die Stiftung in den Bereichen Diakonie und Jugendarbeit, Denkmalpflege und Kultur. 62 Projekte konnten bisher mit insgesamt 65.000 Euro gefördert werden. Nach Grünenplan gingen zum Beispiel 5000 Euro für die Orgelrestaurierung.

Christliche Werte bewahren und Zukunft gestalten, das sind die Ziele von Miteinander Füreinander. „Wir sind aktiv, wo sich kirchliches Engagement und gesellschaftliches Interesse treffen“, erläutert Röbbeln den zahlreichen Besuchern. Seit 2013 hat sich die Stiftung sogar für Gemeinden außerhalb des Kirchenkreises Alfeld geöffnet. Im Vorjahr machte Rheden als erster Partner davon Gebrauch. Die Landeskirche steht hinter der Stiftung. Jeden dritten Euro, der beim Sommerfest gespendet wurde, bezuschusst sie mit einem zusätzlichen Euro. Das Vermögen der Stiftung beläuft sich aktuell auf 410.000 Euro.

Geld steht bei dieser Gelegenheit aber nicht im Mittelpunkt. Es geht darum, die Arbeit der Stiftung bekannt zu machen. Und die GrünenplanerInnen können ihrerseits zeigen, warum es sich auf dem Land schön wohnt. Der Frauenkreis und der Gospelchor stellen Kuchen und Torten für das reich gedeckte Buffet. Letztere – die „Greenfields“ – gestalten den Gottesdienst außerdem musikalisch. Kreisarchäologe Dr. Christian Leiber referiert zur Geschichte der Waldglashütten im Hils. Die Andacht kommt von Superintendentin Henking.

Schöner Wohnen auf dem Lande, das sei nur dank der Menschen möglich, erklärte Superintendentin Katharina Henking dazu. „Auch Gotteshäuser müssen bewohnt, gepflegt und geliebt werden“, erinnert sie in Bezug auf den Psalm 84 „Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth“, und ergänzt: „Hier in der Grünenplaner Kirche spüre ich, dass dem so ist.“ „Eine geistliche Heimat brauchen wir wie das Licht im Leben und die Luft zum Atmen“, sagt die Superintendentin. Damit Menschen wie in Grünenplan ihre Gotteshäuser erhalten und weiterhin tatkräftig Gemeindearbeit leisten können, gibt es die Unterstützung der Kirchenstiftung Miteinander Füreinander.  Björn Stöckemann

Bild: Stöckemann

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Bild: Posaunenwerk

Hannoversches Posaunenwerk trauert um Edgar Datzko

Landesposaunenrats- und Fördervereinsmitglied verstarb im Alter von 69 Jahren

Das Posaunenwerk der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers trauert um Landesposaunenratsmitglied Edgar Datzko aus Einbeck. Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren am 26. Juli.

55 Jahre war er als Bläser aktiv. Seit 1984 spielte er in den Posaunenchören Einbeck I und II und nach deren Auflösung bis zuletzt in der Posaunenchorgemeinschaft Kuventhal-Einbeck wie auch im Posaunenchor Holtensen-Hullersen. Er brachte sich zudem nebenberuflich als Chorleiter und Anfänger-Ausbilder für den Chor sowie als Kreisverantwortlicher in die überregionale Bläserarbeit ein.

2011 wurde Edgar Datzko für den Bläserbezirk Göttingen in den Landesposaunenrat delegiert. Hier nahm er entscheidend mit daran Anteil, die Geschicke und Entscheidungen in der Arbeit des Posaunenwerkes zu beraten und zu begleiten.  Auch als Mitglied im Förderverein der Stiftung des Posaunenwerkes unterstützte er die landeskirchliche Bläserarbeit. 

„Mit Edgar Datzko verlieren wir einen überaus freundlichen, fröhlich-hoffnungsvollen und zugewandten Bläser. Mit seiner positiven Grundhaltung, seiner besonnenen, geduldigen und gewinnenden Art und seinem  weiträumigen Denken war er ein wertvoller Berater, ein zuverlässiger, hilfsbereiter und zupackender Begleiter. Er wurde von allen gleichermaßen geschätzt. Die Förderung der Posaunenchöre und der Jungbläserarbeit lag ihm sehr am Herzen.

Wir alle sind tief betroffen und traurig über diesen Verlust. Wir vertrauen Edgar Datzko der bleibenden Gegenwart Gottes an. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern mit ihren Familien.“ – Marianne Gorka, Landespastorin für die Posaunenchorarbeit

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