Sprengel Hildesheim-Göttingen / Landessuperintendent

Bild: Klosterkirche Amelungsborn - seit 5. Februar 2016 mit neuem Turm.

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„Keinen Gottesdienst verpassen!“

Ordination von Stefanie Radtke in der Kirchengemeinde Eime am 20. Mai

Noch am Vortag hingen schwere Regenwolken über dem Garten hinter dem Gemeindehaus der Kirchengemeinde Eime. Der Rasen wurde dennoch gemäht. Bänke und Tische trotzdem herausgestellt. Alles sollte fein sein für den großen Tag. Viele Gemeindemitglieder packten tatkräftig an, um den Ordinationsgottesdienst ihrer neuen Pastorin vorzubereiten. Der strahlende Sonnenschein tat dann das seine, um den folgenden Tag zu einem ganz besonderen im Leben Stefanie Radtkes und der Eimer Kirchengemeinde zu machen. Tritt die 1985 in Berlin geborene junge Frau doch in der ländlichen Kirchengemeinde Eime-Dunsen-Deinsen-Deilmissen ihre erste Pfarrstelle an. „Genaugenommen muss man ja sagen, dass sie aus West-Berlin stammen“, so Eckhard Gorka an die neue Kollegin und an ihre Kirchengemeinde gerichtet. Als Landessuperintendent des Sprengels Hildesheim-Göttingen leitete er den Gottesdienst und führte die Ordination durch.

Dass Radtke als Kind der Großstadt sich für das Theologiestudium entschieden hat und nun ganz bewusst in einer Landgemeinde als Seelsorgerin arbeiten will, das habe sich erst über ihre guten Erfahrungen als Heranwachsende in der evangelischen Jugend und durch die Studienzeit an der Universität Halle/Saale ergeben, berichtete Gorka. In seiner Predigt bezog er sich auf den vorangegangenen Sonntag. Als Sonntag „Kantate“ sei dieser dem gemeinsamen Singen und Musizieren gewidmet. Und so freute sich der leitende Geistliche über die musikalischen Darbietungen des Posaunenchors und einiger junger Sängerinnen und lobte den Gesang der großen Gottesdienstgemeinde: „Herzlichen Dank Ihnen allen für diesen schönen, starken Gesang. Ich finde, dass ein kräftiger, gern auch schöner, Gesang etwas sehr tröstliches hat. Dass er sogar antidepressiv wirken kann.“ Gorka dankte Pastor Armin Schneider für die Vakanzvertretung und richtete warmherzige Worte an die neue Pastorin: „Es ist eine große Ehre und Freude, Sie, liebe Schwester Radtke, hier ordinieren zu dürfen. Nun geht es – nicht zuletzt motiviert durch die Tätigkeit Ihrer Lebenspartnerin Ellen Radtke, die auch ordiniert ist und die wir herzlich mitbegrüßen – nach Eime und umzu, wo wir Sie als erste Pastorin in der Geschichte der Gemeinde herzlich begrüßen.“ Radtkes Partnerin Ellen ist ebenfalls Pastorin und arbeitet als Referentin der EKD in Hannover.

Auch Christian Castel, Superintendent des Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, der den Amtsbereich Elze leitet und damit für die Kirchengemeinde Eime zuständig ist, freute sich über den Dienstantritt und richtete Grüße aus den anderen Kirchengemeinden des Gemeindeverbunds Elze-Mehle-Eime aus. Er hoffe, dass mit dem Neubeginn in Eime und der baldigen Nachfolge in Mehle auch neuer Schwung in die Zusammenarbeit in den verbundenen Kirchengemeinden komme, so der Superintendent. Für Brigitte Schrader, Vorsitzende des Kirchenvorstands, bringt die junge Pastorin viel frischen Schwung und Elan mit, beides tue der Kirchengemeinde gut: „Frau Radtke hat sich schon sehr eingebracht. Sie hat die Einrichtungen in der Gemeinde besucht, hat viele Gemeindemitglieder kennengelernt. Sie war mit beim Gießen unserer neuen Kirchenglocken. Es ist gut, dass wir sie haben“, zeigte sie sich begeistert. Jörg Stichnoth richtete im Anschluss an den Gottesdienst als stellvertretender Bürgermeister Eimes die besten Wünsche der kommunalen Politik und Verwaltung aus. Stefanie Radtke bleibt zu wünschen, dass sich die Gottesdienstbesucher den Hinweis von Pastor Matthias Stephan zu Herzen nehmen. In dessen Gemeinde in Bad Belzig hat Radtke das Vikariat absolviert: „Ich kann ihnen nur raten, jeden Gottesdienst von Pastorin Radtke zu besuchen. Die sind so gut, die dürfen Sie nicht verpassen“, empfahl der Geistliche aus dem Hohen Fläming zwischen Wittenberg und Berlin. Bei Berliner Currywurst und einem Glas original Berliner Weiße mit Schuss setzten sich die Gespräche der neuen Pastorin mit ihren Gemeindemitgliedern im Gemeindegarten bis spät in den Abend fort.

Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Mit Posaunen und Trompeten auf nach Berlin

Landesposaunenwarte aus der hannoverschen Landeskirche und Landesposaunenpastorin Marianne Gorka treten auf dem Evangelischen Kirchentag in der Hauptstadt auf

Instrumentenkästen werden in einen Kombi des Michaelisklosters Hildesheim eingeladen. Notenblätter und Reisekoffer kommen dazu. Alles muss bereit sein, wenn die Landesposaunenwarte aus der hannoverschen Landeskirche am 25. Mai um 19:00 Uhr in der Kirche am Hohenzollernplatz in Berlin-Wilmersdorf ihr Konzert geben. Als Teil des Evangelischen Kirchentags, der am Mittwoch, 24. Juni beginnt, ist das Konzert eines der vielen Highlights. Das größte Treffen der evangelischen Kirche findet über das lange Himmelfahrtswochenende in Berlin und in Lutherstadt Wittenberg statt. Ein vielseitiges Programm, das von politischen Diskussionen bis zu Gottesdiensten und Kulturveranstaltungen reicht, lädt zum Besuch ein.

Marianne Gorka wird als Landesposaunenpastorin das Blechblasensemble begleiten, das Konzert moderieren und Texte und Gedichte zu den einzelnen  Musikstücken vortragen. Sie erläutert die Idee, die hinter dem Programm steckt: „Das Konzert hat den Titel ,Fragen-Hoffen-Lieben-Glauben‘. Das Ensemble der Posaunenwarte der hannoverschen Landeskirche spielt ein sehr abwechslungsreiches Programm, das sich an die Themen anschließt“. Bereits beim Posaunentag in Dresden im letzten Jahr sei das sehr gut angekommen. In der sächsischen Landeshauptstadt und bei weiteren Aufritten in Hildesheim und in Verden hätten jeweils mehrere hundert Zuhörer den Aufritten gelauscht. Die Reaktionen seien begeistert gewesen. Daher entstand der Gedanke, in diesem Jahr auf dem Evangelischen Kirchentag aufzutreten.

„Unser Programm ist weniger ein typisches brass-Konzert“, baut die Landesposaunenpastorin Erwartungshaltungen in Blick auf Blechblasinstrumente vor, „statt dessen gibt es einige Auftragskompositionen zu hören. Es sind teils avantgardistische, teils auch romantisch geprägt Stücke dabei.“ Dass die Zusammensetzung über den üblichen Rahmen eines brass-Konzertes hinausgeht zeigt die Einbeziehung der Orgel. Dazu kommt mit Daniel Stickan eigens ein Organist zu den Musikern hinzu. Vor allem das neukomponierte Stück „Hope“ für Orgel und Blechblasensemble ist ein Höhepunkt, zeigt sich Marianne Gorka begeistert. Während die Landesposaunenwarte, in der hannoverschen Landeskirche werden ihre Positionen aktuell nur durch Männer ausgefüllt, in ihren Kirchensprengeln zumeist unterrichten und leiten und so die Qualität der Posaunenchöre in der Kirche sichern, gebe das Konzertformat ihnen die Gelegenheit, einmal selbst ihr musikalischen Können vor Publikum unter Beweis zu stellen.

„Dass es tatsächlich gelingt, die Konzertthemen zum Klingen zu bringen und die Menschen zum Nachdenken zu bringen über die Musik im doppelten Sinn, das haben die Konzerte im letzten Jahr gezeigt“, freut sich die Landesposaunenpastorin. Im abwechslungsreichen Programm des Kirchentags lohnt sich der Konzertbesuch in der evangelischen Kirche am Hohenzollernplatz sicherlich besonders. Der Eintritt ist frei. Dank der einfachen Erreichbarkeit Berlins mit der Bahn und dem guten öffentlichen Nahverkehr vor Ort ist sollte auch ein spontaner Tagesbesuch auf dem Kirchentag drin sein. Eine Übersicht über alle Angebote findet sich für Kurzentschlossene auch auf den Internetseiten des Kirchentags www.kirchentag.de

Bild: Helge Meyn-Hellberg

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Diakonie und VHS-Hildesheim starten Kooperation für die Altenpflege

Kooperation soll betriebliche und schulische Ausbildung besser verzahnen und Fachkräftemangel entgegenwirken

Hildesheim. Die Diakonie Leine-Innerste und das Christophorusstift starten mit dem Diakonischen Bildungszentrum eine Kooperation mit der GGBH der Volkshochschule. Dabei wird das Diakonische Bildungszentrum die Ausbildung in der Altenpflege bündeln und die GGBH als starker Partner in Sachen beruflicher Bildung wird die betriebliche Fort- und Weiterbildung der beiden diakonischen Träger organisieren. Im Diakonischen Bildungszentrum wird dann auch die Amalie-Sieveking-Schule aufgehen, die von der GGBH betrieben wird. Damit wollen sich die diakonischen Kräfte in Hildesheim stärker in der Ausbildung für die Altenpflege engagieren, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Gleichzeitig werde der betriebliche und schulische Teil der Ausbildung besser miteinander verzahnt, sagt Diakonie-Vorstand Falko Salbert. „Wir werden in Zukunft auch verstärkt schon an den allgemeinbildenden Schulen um Nachwuchs werben.“ Dazu sollen auch die von der GGBH angebotenen Weiterbildungen für Fachkräfte im Gesundheitswesen zählen. Das können ebenso Qualifizierungen von Betreuungskräften, wie die Ausbildung von Praxisanleitern sein.

Für die Auszubildenden an der Amalie-Sieveking-Schule ändere sich mit der Übernahme im August nichts. Der dritte Ausbildungsjahrgang ende wie geplant zum 1. September, für die zweite Ausbildungsklasse geht es wie gewohnt weiter. Die neue erste Ausbildungsklasse startet im August. Der Wechsel in Hildesheim steht im Zusammenhang mit der Übernahme des Diakonischen Bildungszentrums Alfeld vom bisherigen Trägerverein St. Elisabeth. Das Alfelder Bildungszentrum für pflegerische Berufe hat bereits eine Außenstelle in Hildesheim in der Waterloostraße für die Ausbildung von Pflegeassistenten und Pflegeassistentinnen. Diese Außenstelle wird mit der Einbeziehung der Amalie-Sieveking-Schule für die umfassende Ausbildung von Altenpflegekräften erweitert.

Die Diakonie Leine-Innerste betreibt zwei Alten- und Pflegeheime in der Stadt Hildesheim sowie ein Heim in Alfeld und eins in Sarstedt, außerdem Diakoniestationen in Hildesheim und Sarstedt. Der Verein Christophorusstift ist an drei Standorten in der Stadt Hildesheim mit Betreutem Wohnen, Wohngemeinschaften, stationärer und ambulanter Pflege sowie Tagespflege vertreten.   

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Bild: Christoph Slaby, Kirchenkreis Leine-Solling

Bolero, Schreibmaschinen und „Last Night“ in der Klosterkirche Fredelsloh

Orgelkonzert „Klangfestival & Improvisationen“ am 19. Mai um 19 Uhr

Die Hits der „Last Night of the Proms“ bilden den Abschluss des Orgelkonzertes von Christoph Slaby am Freitag, 19. Mai um 19 Uhr in der Klosterkirche Fredelsloh. Christoph Slaby, Gründer und Leiter von MuSe, dem Musikfestival Seelze, ist ein experimentierfreudiger brillanter Organist. Er improvisiert leidenschaftlich und stellt mit seinem Programm das breite Klangspektrum der neuen digitalen Orgel vor.

Neben „richtigen“ Orgelwerken spielt er Arrangements bekannter Melodien und nutzt auch die zusätzlichen Klangmöglichkeiten, wie zum Beispiel in dem Stück „The Typewriter“ (Die Schreibmaschine) von Leroy Anderson. Dazu improvisiert Slaby zu bekannten Melodien.

Der Eintritt ist wie immer in der Klosterkirche Fredelsloh frei, zur Finanzierung wird am Ausgang um eine Spende gebeten.

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Von Grünenplan in den Weltraum – oder auch in den Supermarkt nebenan

Superintendentin Katharina Henking beginnt Visitation bei der Schott AG

Grünenplan. Wer die Schott AG in Grünenplan besuchen will, fährt auf einer kurvigen Straße unter grünen Laubdächern, entlang an hügeligen Wiesen und blühenden Rapsfeldern. Und steht dann in der beschaulichen Ortschaft plötzlich vor einer beeindruckenden historischen Fassade. Die Bedeutung des Unternehmens für den Ort ist unübersehbar. Die Schott AG ist fest verbunden mit der Geschichte und dem gegenwärtigen Leben der Menschen und schafft außerdem mit ihren Unternehmensstandorten in der Schweiz, den USA, Malaysia und China eine Verbindung in alle Welt.

Für Superintendentin Katharina Henking lag es daher nahe, ihre Visitation der Kirchenregion Grünenplan mit einem Besuch des Unternehmens in der Nachbarschaft der Kirche zu beginnen. „Die Schott AG prägt seit Generationen die Biografien der Menschen hier“, meint die Superintendentin. Viele der 400 Mitarbeiter kommen aus der Region, manche haben Jahrzehnte bei Schott gearbeitet. Nachdem Pastor Herwart Argow die Pfarrstelle in Grünenplan angetreten hatte, absolvierte auch er ein mehrwöchiges Praktikum in der Glasherstellung, um die Arbeit dort kennen zu lernen. Glas gibt es auch in der Kirche: „In das gläserne Kreuz habe ich mich bei meinem ersten Besuch sofort verliebt“, schwärmt Katharina Henking.

Betriebsleiter Dr. Dirk Müller und Entwicklungsleiter Mario Haas informierten die Gruppe ausführlich über die hochspezialisierten Produkte des Standortes. Katharina Henking, Pastor Argow, Vertreter aus Kirchenvorstand und Kirchenkreisvorstand, Ortsbürgermeister Markus Oppermann sowie Pastor Stephan Eimterbäumer und Diakon Peter Greulich vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt staunten nicht zuletzt über das hochbiegsame Glas, das in Grünenplan hergestellt wird – das dünnste weltweit.

Schott-Glas findet unter anderem Anwendung in der Astronomie, Medizin und Smartphone-Herstellung oder bei der Restaurierung historischer Gebäude. Man findet es vor den Kühlregalen der Supermärkte und sogar in der Krone der Freiheitsstatue. Für den Kölner Dom habe man in Grünenplan reflexionsfreies Glas geschaffen, das unsichtbar die alten Fenster vor Umwelteinflüssen schütze, berichtete Mario Haas.

Schließlich staffierten sich die BesucherInnen mit roten Jacken, Sicherheits-Käppis und Schutzbrillen aus, ehe Produktions-Bereichsleiter Martin Feichtinger ihnen in den Produktionshallen zeigte, wie nach Rezept eine Glasmischung entsteht und eine frisch gezogene Glasscheibe von Hand geschnitten wird. Dabei bekamen die Gäste einen Eindruck von der Hitze, die an einem solchen Arbeitsplatz entstehen kann - und sie erfuhren, dass auch Glas geläutert werden muss.

Neben der Arbeitswelt soll die Vernetzung von Kirche und Ort ein Schwerpunkt der Visitation sein: „Pastor Argow stärkt hier ganz bewusst und persönlich das Miteinander“, weiß Katharina Henking. Sie freut sich aber auch auf die musikalische Begleitung ihres Besuches durch kirchliche und weltliche Chöre sowie ein Flötenensemble. „Kirchenmusikerin Caroline Berndt-Uhde wirkt in Grünenplan mit hohem Engagement und großer Strahlkraft in der Region“, sagt die Superintendentin.

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Bild: Barth

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Modeln für den Kirchenvorstand

Fotoshooting in der Andreaskirche wirbt für „KircheMitMir“

Hildesheim.  Sie sind die Ersten und sie sind vorbereitet: Obwohl ein professionelles Fotoshooting für Christa Radtke und Christine Schuder-Franzmann wahrhaftig nichts Alltägliches ist, haben sie mitgedacht und Outfits zur Auswahl mitgebracht. Fotografin Johanna Baschke darf mitreden: Lieber knalliges Orange oder gedecktes Dunkelblau? Lieber gestreift oder schlicht? Was wird sich später auf dem Werbebanner besser machen?

Das Fotoshooting in der Andreaskirche ist für den Evangelisch-lutherischen Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt der Auftakt der Vorbereitung auf die nächste Wahl der Kirchenvorstände. Die findet zwar erst am 11. März 2018 statt, aber bis dahin sollen ja möglichst viele Kandidatinnen und Kandidaten gefunden sein, um die ehrenamtliche Leitung der Gemeinden zu stärken. Die Landeskirche Hannovers stellt unter dem Motto „KircheMitMir“ schon einiges an Material bereit, um den Wahltermin ebenso wie die Bedeutung von Kirchenvorständen ins Bewusstsein der Gemeindemitglieder zu rücken. „Wir wollten aber noch einen eigenen Beitrag leisten“, sagt Superintendent Mirko Peisert, „und dabei sollten wirkliche Kirchenvorstände aus unseren Gemeinden zu Wort kommen und zu sehen sein.“

Zehn von ihnen lassen sich daher von Johanna Baschke in der Andreaskirche ablichten, um mit ihrem Gesicht und ihrem Engagement um Kandidaten und Kandidatinnen zu werben. Ihr Lächeln wird auf zwei Meter hohen Bannern abgedruckt, zusammen mit einem selbstgewählten Leitsatz. „Ich möchte, dass Leben in die Kirche kommt“, heißt der für Christine Schuder-Franzmann, die 2014 in den Kirchenvorstand der Hildesheimer Andreasgemeinde nachgerückt ist – und weitermachen will: „Die Arbeit ist vielfältig und spannend und in Andreas ist ja immer was los.“

Die Banner können dann im Wechsel von den Kirchengemeinden ausgeliehen und bei besonderen Gottesdiensten oder Veranstaltungen aufgestellt werden. In 26 Kirchen- und zwei Kapellengemeinden im Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt wird im März gewählt. Zwischen vier und 15 Mitglieder gehören je nach Größe der Gemeinde einem Kirchenvorstand an. Mindestens zwei Drittel von ihnen müssen gewählt, ein Drittel darf berufen werden, der Gemeindepastor gehört Kraft Amtes dazu. Bis zum 5. Februar 2018 soll die Liste der Kandidatinnen und Kandidaten stehen.

Seit mehr als 15 Jahren wirkt Christa Radtke schon im Kirchenvorstand der Titusgemeinde in Barienrode mit, hat zuvor im Kindergottesdienst-Team mitgearbeitet und leitet als Lektorin selbst Gottesdienste. „Wir beraten ganz viel darüber, wie wir Gottesdienste lebendig und attraktiv gestalten können“, sagt Christa Radtke, die sich mehr Besucher mittleren Alters in der Kirche wünscht.

Nacheinander nehmen die Laienmodels in der Kirchenbank gegenüber der Kamera Platz. Johanna Baschke sorgt mit heiterer, lockerer Herzlichkeit dafür, dass alle sich in der ungewohnten Situation wohlfühlen, lächeln, erzählen, unterschiedliche Postionen ausprobieren. Alle Zehn, die zum Fotoshooting erschienen sind, wollen erneut kandidieren. Für Thomas Nehls aus Sarstedt spielte auch Pflichtgefühl eine Rolle, als er sich dafür entschied, nach zehn Jahren Pause wieder in der Gemeinde Verantwortung zu übernehmen. Die Familie war einverstanden, also sagte er ja. Für Jürgen Binnewies ist es „etwas ganz Besonderes und einfach eine Riesenfreude“ in Rössing, dem Ort, in dem er aufgewachsen ist, dem Kirchenvorstand anzugehören. Im sonntäglichen Gottesdienst könne er abschalten vom Alltag und Ruhe finden, „und in den Gottesdienst kommen doch nur die Netten“, meint er mit einem Lächeln.

Dr. Andreas Schneedorf ist aus einem anderen Kirchenkreis nach Wassel zugezogen. Eine so große Gemeinde wie Zwölf-Apostel Sarstedt-Land sei schon eine Herausforderung für einen ehrenamtlichen Kirchenvorstand, findet er. „Aber wir sind eine nette Truppe und ein super Pfarrteam, da macht es Spaß, zusammen zu arbeiten.“ Auch Karsten Harms fühlte sich als Zugezogener in St. Nicolai in Sarstedt gut aufgenommen und möchte durch seine Mitarbeit etwas zurückgeben.

Chris Hasemann wohnte erst zwei Jahre in der Hildesheimer Nordstadt, da wurde er schon Vorsitzender des Kirchenvorstands, ist Prädikant und spielt manchmal die Orgel. Er hat sich für das Banner einen Satz ausgesucht, der ihm besonders gut zur Martin-Luther-Gemeinde in der Nordstadt zu passen scheint: „Ich möchte Menschen eine Heimat geben.“

Bild: Barth

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Bild: Bernd Hillringhaus / Touria Alaoui

Farben des Himmels -

Malerei von Touria Alaoui

Einladung zur Vernissage mit Worten & Musik & Snacks

Am Montag, den 22. Mai 2017 um 17.30 Uhr im Michaeliskloster Hildesheim, Andreas Hülsemann, Piano; Klaus Händel, Saxophon/Klarinette; Worte: Jochen Arnold

Touria Alaoui über die Werke: Schaue ich in den Himmel, über den Horizont, spüre ich eine Sehnsucht: Die Suche nach Unbekanntem. Das Erinnern an Spuren der Vergangenheit. Träume entstehen. Wir alle schauen in den Himmel. Im Himmel findet man alles. Eine universale Wirklichkeit, die Menschen verbinden,- wie der Glaube, wie symbolische Zeichen, wie Mystik, wie Gedanken an Engel, Vermittler zwischen Himmlischen und Erdigen.

Meine Ausstellungen verbinde ich thematisch oft mit dem Ort, an dem ich mein Werk präsentiere. Die Michaeliskirche und das Michaeliskloster inspirieren mich sehr, sie stehen unter dem Symbol des Engels Michael, der Seher, präsent in allen Religionen.

Ausstellungsdauer

21. 5. bis 7. 6. 2017 und 1. 8. bis 1.9. 2017, werktags von 10-17 Uhr

oder telefonische Anmeldung unter: 0173/9604796

Kontakt Bernd.Hillringhaus@michaeliskloster.de

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Mehr Pop und Rock in der Kirche

Workshopreihe für Organisten und Pianospieler startet am 20. Mai in Northeim


Die Kontaktstelle für Kirchenpopularmusik im Kirchenkreis Leine-Solling bietet Organisten und Pianospielern eine neue Workshopreihe an. „Pop-Piano im Gottesdienst“ gibt zahlreiche praxisnahe Hilfestellungen, vermittelt die Basics der Pop-Begleitung am Piano und verhilft zu einem individuell verbesserten und neuen Spiel-Niveau. Sogenannte neue geistliche Lieder sind fester Bestandteil kirchlichen Lebens, insbesondere in unseren Gottesdiensten. Fachgerechte Begleitung von Songs aus Pop, Rock, Gospel und Jazz am Piano ist immer öfter gefordert. In drei Teilen können die eigenen Fähigkeiten ausgebaut und am Ende des Workshops in der Praxis erprobt werden.

Der Leiter der Northeimer Gospelkirche Matthias Vespermann lädt alle Interessierten ein, sich zu diesem kostenlosen Workshop noch anzumelden. Die Teilnehmer werden in drei Workshop-Einheiten über insgesamt neun Monate begleitet. Die Workshop-Reihe wird in Kooperation mit dem Netzwerk für Popularmusik der Landeskirche Hannovers und mit Unterstützung der Northeimer Kreis-Sparkassen-Stiftung angeboten.

Der Workshop findet am 20. Mai von 10 bis 16 Uhr im Gemeindehaus der Apostelkirchengemeinde Northeim, Teichstraße 58 statt.

Weitere Termine sind der 2. September 2017 und der 17. Februar 2018.

Informationen zu den Veranstaltungen der Northeimer Gospelkirche gibt es im Internet unter: www.gospel-in-apostel.de

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Gutes Ökumenisches Miteinander bei Radpilgertour

100 Teilnehmer bei "Gemeinsam auf dem Weg"

An die hundert Radler aus den evangelischen und katholischen Gemeinden des nördlichen Landkreises, der Kirchenkreise Hildesheimer Land- Alfeld, Hildesheim-Sarstedt und des Dekanates Borsum-Sarstedt haben sich zu einer Radpilgertour nach Hildesheim aufgemacht.

Am Start aus den verschiedenen Ortschaften und unterwegs gab es Stationen mit Impulsen zur Überschrift „gemeinsam auf dem Weg". Bei der Fahrt auf Feld- und Waldwegen durch die Börde und das Calenberger Land kamen die Menschen der verschiedenen Konfessionen gut miteinander ins Gespräch. Die Frage: „Wie ist das bei euch?“ wurde oft gestellt, wenn es um Themen des Gemeindelebens ging.

„War das jetzt ökumenisch?“ fragte eine Teilnehmerin, nachdem drei Mitradler ihr geholfen hatten, die abgesprungene Kette wieder aufzuziehen und zu spannen. „Das ist ein katholisches Fahrrad“, erklärte sie augenzwinkernd.

Das gute ökumenische Miteinander endete nach dem Picknick am Dom mit einer Station an der Christussäule und einem Gottesdienst in der Michaeliskirche. Die stellvertretende Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart und Dechant Harald Volkwein teilten in zwei kurzen Predigten ihre Gedanken dazu, wie Christinnen und Christen Frucht bringen können. Die Gläubigen sprachen am Ende einige Vorsätze aus, wie sie das Miteinander als evangelische und katholische Christen in Zukunft glaubhaft vor Ort gestalten wollen. Die Suche nach konkreten Schritten zur Einheit wurde da zum Beispiel genannt und das gemeinsame Handeln zum Guten in der Welt. Alle waren sich am Ende einig: „Wir gehen (oder radeln) gemeinsam weiter.“

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Bild: Kilian

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Auf Augenhöhe und ohne Zeigefinger

„Elterntalk“ nun auch in Hildesheim: Martin-Luther-Kirchengemeinde und Familienzentrum St. Thomas ein

Hildesheim. Melanie Gündüz tauscht sich gern mit anderen Müttern aus. „Aber oft passiert das nur zwischen Tür und Angel, zum Beispiel morgens im Kindergarten“, bedauert sie. Deswegen hat die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) den Elterntalk ins Leben gerufen. „Wir wollen Eltern einen moderierten Raum geben, sich auf Augenhöhe über alltägliche Probleme auszutauschen“, erklärt Projektleiterin Simone Zanjani. In Hildesheim ist das Projekt jetzt gestartet.

12500 Mütter und Väter hat die LJS seit 2012 bereits erreicht. 15 Kommunen beteiligen sich landesweit von Cuxhaven bis Northeim an der Idee. Hildesheim ist der 16. Standort und ließ sich nicht lange bitten, nachdem der Stein ins Rollen kam. Jochen Grön, Pastor der Martin-Luther-Gemeinde, war sofort begeistert, genauso wie Stefanie Akwa vom Familienzentrum St. Thomas. Zwei Träger vor Ort waren damit gefunden.

„Bisher habe ich nur positive Erfahrungen gemacht“, strahlt Andrea Gertig. Sie ist Regionalbeauftragte des Elterntalks in Hildesheim. In den vergangenen Monaten hat sie sechs Frauen – darunter Melanie Gündüz – zu Moderatorinnen geschult. „Deren Aufgabe wird es sein, die Gesprächsrunden zu begleiten und die Teilnehmerinnen zu unterstützen.“ Denn der Elterntalk soll ohne strenge Vorgaben oder erhobenen Zeigefinger auskommen. „Es ist eher eine pädagogische Tupperparty“, schmunzelt Gertig.

Die Moderatorinnen werden von Interessierten angefordert. Das können Vereine oder Institutionen, aber auch Privatpersonen sein. In gemütlicher und zwangloser Runde können sich bis zu zehn Eltern austauschen. Wer etwas auf dem Herzen hat, kann es sich von der Seele reden und Tipps bekommen. Wer hingegen nur zuhören möchte, ist auch willkommen. „Schön sind selbstverständlich Termine in Wohnungen bei Kaffee und Kuchen“, findet Gertig, „aber falls keine zur Verfügung stehen, gibt es Räume bei St. Thomas.“ Thematischer Schwerpunkt sollen für den Anfang soziale Medien, das Internet und Handynutzung sein. Die Moderatorinnen sind in dialogischer Gesprächsführung geschult und leiten die Elterntalks auch zu anderen Erziehungsthemen.

80 Gesprächstermine sind vorerst pro Jahr geplant. Es gibt aber auch Landkreise, die auf 140 Treffen kommen. Die Bayern sind beispielsweise sehr aktiv, dort beteiligen sich bereits 39 Standorte am Elterntalk. Das ist nur machbar mit motivierten ModeratorInnen. Mit ihren sechs Starterinnen ist Gertig schon zufrieden. Sie sollen in Hildesheim und dem ganzen Landkreis aktiv sein. „Wir freuen uns natürlich über weitere Interessenten“, betont Gertig. Pädagogische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die BewerberInnen sollten selbst Eltern und bestenfalls zweisprachig sein. Das bisherige Team ist auf Deutsch, Arabisch, Bulgarisch, Türkisch und Italienisch unterwegs. Und auch Männer sind willkommen. „Väter haben schließlich genauso Redebedarf!“

„Die Moderatorinnen sollen Impulse geben und das Gespräch leiten, aber nicht bestimmen“, erläutert Gertig. Das gelingt ihnen zum Beispiel durch Karten mit Alltagssituationen, „zu denen jeder etwas sagen kann“. Ein Talk dauert eine Stunde. „Die schönsten Treffen gingen meist doppelt so lang“, lächelt Gülden Kalayci. Sie hat zum Projektstart in Hannover als Moderatorin begonnen und ist der Idee seitdem treu geblieben. „Es sind einfach spannende und entspannte Stunden, die wir miteinander verbringen“, erzählt sie. Mittlerweile ist sie feste Ansprechpartnerin für den Elterntalk in Hannover.

Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre angelegt und wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung unterstützt. Ziel der LJS ist, dass sich die Standorte danach ohne Unterstützung halten können. Sieben ist das bereits gelungen. Interessierte Eltern können sich als Gäste, Gastgeber oder ModeratorInnen jederzeit melden. Eine Mail geht an andrea.gertig@online.de ein Anruf an 0 51 21 / 69 05 38 oder 01 51 / 1 77 88 55 3. Die Teilnahme an den Elterntalks ist kostenfrei. Björn Stöckemann

Pastor Jochen Grön wirkt zwar wie der Hahn im Korb, aber bei den Elterntalks geht es vor allem um die Damen mit den roten Taschen. Das sind nämlich die sechs Moderatorinnen. Fotos: Stöckemann

So könnte ein Elterntalk zum Beispiel aussehen: ein Austausch auf Augenhöhe bei Kaffee und Kuchen. Gülden Kalayci (oben links) hat in den vergangenen Jahren viele moderiert.

Solche Karten mit Informationen und Impulsen, hier zum Thema Jugendschutz bei Videospielen, stellen Projektleiterin Simone Zanjani und Regionalleiterin Andrea Gertig ihren ModeratorInnen zur Verfügung. 

Bild: Stöckemann

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